Anlagestrategien - Anlageformen erklärt

Je nach Präferenzen seines Kunden wird ein Vermögensverwalter für das Geld seines Kunden eine defensive, ausgewogene oder dynamische Anlagestrategie auswählen. Was genau bedeutet das?

Anlagestrategien

1. Defensive oder konservative Anlagestrategie

Die defensive oder konservative Anlagestrategie bei der Vermögensverwaltung eignet sich für Kunden, die Wert auf ein sehr begrenztes Risiko bei der Geldanlage legen und dafür geringere Renditechancen als bei der ausgewogenen oder dynamischen Anlagestrategie in Kauf nehmen. Ein Beispielportfolio bei einer defensiven Anlagestrategie enthält etwa:

  • Obligationen (45% bis 90%)
  • Aktien (5% bis 35%)
  • Andere Anlagen (0% bis 10%)

Bei der Geldanlage in Fonds gilt entsprechend: Ein größerer Teil des Geldes wird in Renten- und nur ein kleinerer Teil in Aktienfonds angelegt. Vorrangiges Anlageziel ist die reale Erhaltung des bestehenden Kapitals.

2. Ausgewogene Anlagestrategie

Bei einer ausgewogenen Anlagestrategie werden Gelder in etwa zu gleichen Teilen in risikoarme Finanzprodukte mit zugleich relativ niedriger Renditechance und in etwas risikoreichere, aber auch renditeträchtigere Finanzprodukte investiert. Hier werden zwei grundlegende Ziele verfolgt: einerseits Kapitalerhalt durch die risikoarmen Investitionen und andererseits ein verstärkter Kapitalgewinn aus risikoreicheren Finanzprodukten. Ein mögliches Beispielportfolio könnte enthalten:

  • Obligationen: (20% – 80%)
  • Aktien: (15% bis 65%)
  • Andere Anlagen: 0% - 10%

3. Dynamische Anlagestrategie

Hier liegt der Schwerpunkt zumeist auf Geldanlagen mit hoher Volatilität (Wertschwankung), was auch das Risiko von kurzfristigen Wertverlusten steigert. Meistens ist ein relativ hoher Aktienanteil im Portfolio. Langfristig entwickeln sich die Werte dieser Finanzprodukte in der Regel aufwärts und Anleger mit dynamischer Anlagestrategie können sich auf eine recht hohe Rendite freuen. Dennoch bleibt das Risiko grundsätzlich höher als bei defensiven oder ausgewogenen Anlagestrategien. Ein Beispielportfolio könnte enthalten:

  • Obligationen: 0% bis 20%
  • Aktien: 55% bis 95%
  • Andere Anlagen: 0% bis 10%

Die Anlagestrategien bei der Vermögensverwaltung für einen Kunden können natürlich im Lauf der Zeit wechseln. Möglich ist etwa eine dynamische Anlagestrategie für einen Kunden in jüngeren Jahren, die dann im fortgeschrittenen Alter des Kunden von einer defensiven Anlagestrategie abgelöst wird, um das gesteigerte Vermögen zu sichern. Schaut man sich das Beispielportfolio für die ausgewogene Anlagestrategie an, wird zudem deutlich, dass auch die jeweilige Strategie Raum für ein stärker gewinnorientiertes oder stärker sicherheitsorientiertes Handeln lässt.


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