2014: Erfolgreiches Jahr für die emmental Versicherung

Veröffentlicht am 03.02.2015.

Die emmental Versicherung blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl hunderte von Schadenmeldungen aufgrund der Unwetter im Sommer bei der Versicherung eingingen, konnte sie ihren Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch bei den Prämieneinnahmen verzeichnete sie ein Plus, nicht zuletzt zur Freude der Kunden-Genossenschaftler. Die Aufhebung der Euro-Untergrenze Anfang Jahr stellt ein Dämpfer im Aufwärtstrend dar. Aber auch dieser kann mit der passenden Strategie abgemildert werden. 

2014: Bewältigung von zahlreichen Schadensmeldungen 

Im Sommer letzten Jahres gingen zahlreiche Schadensmeldungen bei der emmental Versicherung ein. Zum einen aufgrund von Hagelunwetter im Juni, bei dem mehrere hundert Autos beschädigt wurden und über 150'000 Schadensmeldungen eingingen. Eine zweite Ursache waren die Regenfälle im Juli, die im Emmental niedergingen. Beim zweitgrössten Versicherer von Bauernbetrieben aufgrund dieses Unwetters 250 Schadensmeldungen ein, die Kosten in der Höhe von 3 Mio. Franken verursachten. Die Versicherung hat umgehend reagiert: Im November waren bereits alle Beträge ausbezahlt, wie dem Geschäftsbericht des Unternehmens zu entnehmen ist.  

Ein Plus beim Jahresgewinn und den Prämieneinnahmen 

Aber nicht nur im Schadensmanagement konnte die "emmental" einen Erfolg verbuchen. Der Jahresgewinn stieg letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 647'000 Franken auf 8,636 Mio. Franken. Bei den Prämieneinnahmen konnte ein Plus von 6 Prozent auf 67,3 Mio. Franken verzeichnet werden, wie es im Bericht weiter heisst. Vom Gewinn werden 5 Mio. Franken dem Gewinnfonds zugewiesen. Die Kunden-Genossenschafter erhalten ihren Gewinnanteil von 15 Prozent der Jahresprämie bar ausbezahlt. 

Aufhebung der Euro-Untergrenze: Die Strategie der "emmental" 

Anfang Jahr hatte auch diese Versicherung mit den Auswirkungen der Aufhebung der Euro-Untergrenze zu kämpfen. Ausländische Aktien und Obligationen hätten in Franken umgerechnet an Wert verloren, Schweizer Aktien seien an der Börse abgestürzt. Diese beiden Effekte frassen der "emmental" im Januar 2,5 bis 3 Prozent ihres gesamten Kapitals weg, wie Versicherugschef Rychen gestern vor den Medien sagte. Dazu komme, dass die von der Nationalbank eingeführten Negativzinsen dafür sorgten, dass sich neue Anlagen nur noch mit Mühe finden liessen, wie heute in der Onlineausgabe des Bundes zu lesen ist. Die Emmental-Versicherung setze deshalb auf Immobilien, genauer gesagt auf Mehrfamilienhäuser im Kanton Bern.