Ältere Hunde – Gesundheit schützen und versichern

Veröffentlicht am 27.08.2013.

Ältere Hunde brauchen eine spezielle medizinische Versorgung und auch Ernährung, die sich teils von der jüngerer Hunde unterscheidet. Was medizinisch zu beachten ist, berichtet beispielsweise die Tierversicherung "Animalia" auf einer Extraseite ihres Internetauftritts. Aber natürlich haben auch andere Menschen und Organisationen etwas Kompetentes zum Thema zu sagen. Dazu zählen etwa Dr. med. vet. Annette Liesegang und Dr. med. vet. Brigitta Wichert vom Institut für Tierernährung an der damaligen Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich. Sie veröffentlichten bereits 2004 einen Artikel in der Zeitschrift "HUNDE" der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG), der auch heute noch viele wertvolle Informationen für Besitzer älterer Hunde enthält. 
Wie alt sind Hunde in Menschenjahren?
"Die Ernährung des alten Hundes – eine Herausforderung?" hiess der Artikel, der damals von den beiden Tiermedizinerinnen veröffentlicht wurde. Bei alternden Hunden kommt es unter anderem zur Schwächung der Muskeln, zu verstärktem Gelenkverschleiss und einem geschwächten Immunsystem, das ihre Anfälligkeit gegenüber Krankheiten steigert, schrieben die beiden Autorinnen damals.
Umgerechnetes Alter
Welchem Menschenalter das Alter eines Hundes nach 5, 10 und 15 Jahren entspricht, verrieten sie auch. Die konkreten Werte sind unter anderem vom Gewicht des Hundes abhängig. So entspricht das Alter eines zwei bis zehn Kilogramm schweren und fünfjährigen Hundes laut Aussage der beiden Autorinnen einem Menschenalter von 36 Jahren, während ein Hundealter von zehn Jahren in etwa für 56 Menschenjahre steht. Bei Hunden über 40 Kilogramm entsprechen fünf Jahre bereits 42 und zehn Jahre 78 Menschenjahren.
Ernährung und medizinische Versorgung älterer Hunde
Ganz allgemein raten die Autorinnen bei der Ernährung älterer Hunde dazu, dem Abbau von Muskelgewebe mit hochwertigen Eiweissen vorzubeugen. Zugleich sollte man jedoch aufgrund der meist reduzierten Bewegungsfreude älterer Hunde auf kalorienreduzierte Ernährung achten. Hinzu kommen gegebenenfalls Nahrungsvorgaben, die durch die individuelle gesundheitliche Entwicklung des Hundes bestimmt werden. So kann sich im Alter etwa eine Nierenschwäche entwickeln, die eine Nierendiät notwendig macht. Schliesslich müssen Hundefreunde sich auch darauf einstellen, dass das Gebiss ihres Hundes schlechter wird, dass Magen und Darm langsamer arbeiten, schrieben die beiden Tierärztinnen. Auch das kann Einfluss auf dei Nahrungsauswahl haben.
Bei der medizinischen Versorgung rät der Tierversicherer Animalia in Kooperation mit dem Futteranbieter Royal Canin zu einigen Vorsorgemassnahmen für ältere Hunde oder Hundesenioren, um „dem Hund das Alter so angenehm wie möglich zu machen“. Ein kompletter Gesundheitscheck sollte bei ihnen unter anderem eine Zahn-, Blut-, Urin- und Hautuntersuchung sowie eine  Prüfung von Augen und Ohren und ein  Abhören von Herz und Lunge beinhalten. Im Allgemeinen gilt: Die medizinische Versorgung älterer Hunde ist oft teurer als die jüngerer (Welpen einmal ausgenommen). Hier kann eine Tierversicherung Unterstützung bieten. Bei der Animalia lassen sich Tiere bis zu einem Alter von sieben Jahren versichern, sodass man auch bei älteren Tieren durchaus noch überlegen kann, ob sich eine Tierversicherung lohnt. Besser ist es aber in der Regel, frühzeitig eine passende Tierversicherung abzuschliessen, weil das in der Regel günstiger ist.