Allianz Suisse: Plus bei Gewinn und operativem Ergebnis

Veröffentlicht am 28.11.2013.

Der Versicherer Allianz Suisse konnte sowohl sein operatives Ergebnis als auch seinen Gewinn im dritten Quartal 2013 steigern. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum gab es beim operativen Ergebnis ein Plus von 5,3% auf 245,1 Millionen Franken und beim Gewinn gar ein Anstieg um 29,2% auf 195,4 Millionen Franken.

Allianz Suisse: Ergebnisse im Detail

Im Nichtlebengeschäft des Versicherers überzeugten vor allem die Motorfahrzeugversicherungen, die sich mit einem Plus von 1% als treibende Kraft für ein gutes Quartalsergebnis erwiesen haben, berichtet die Allianz Suisse. Bei den Brutto-Prämieneinnahmen der gesamten Nichtleben-Versicherungen im Angebot von Allianz Suisse gab es ein leichtes Plus um 0,1% auf etwa 1,677 Milliarden Franken. Im Nettobereich (Nichtleben) verzeichnete der Versicherer ein Minus von 0,1% auf knapp 1,312 Milliarden Franken. Im Lebengeschäft gab es dagegen bei den Brutto-Prämieneinnahmen im Quartalsvergleich (3/203 und 3/2012) ein Minus von 16,3% auf 1,664 Milliarden Franken und bei den verdienten Netto-Prämieneinnahmen ein Minus von 26,8% auf 485,5 Millionen Franken.

Die Einnahmen im Lebenbereich gingen sowohl bei Einzel- wie bei den Kollektivlebensversicherungen zurück, wobei Allianz Suisse die Entwicklungen bei den periodischen Einzellebenprämien als gut bezeichnet. Der Versicherer verweist hier insbesondere auf sein Produkt Balance Invest, eine Lebensversicherung mit Vorteilen wie der flexiblen Festlegung des Garantieniveaus. Balance Invest werde gut von den Kunden angenommen, berichtet Allianz Suisse und kann die Aussage mit Zahlen untermauern: So lag der Anteil von Balance Invest an den gesamten periodischen Prämien im ersten Halbjahr 2013 bei knapp 33% und stieg bis zum 30. September 2013 auf rund 40% deutlich an. Klassisch ist Balance Invest ein Produkt mit periodischer Prämie. Seit dem 2. Quartal 2013 existiert die Versicherung aber auch in einer Variante mit Einmalzahlung, um so auf die hohe „Nachfrage nach attraktiven Finanzprodukten im Lebenbereich“ zu reagieren.

Schaden-Kosten-Quote (Combined ratio) sinkt

Die Schaden-Kosten-Quote lag bei der Allianz Suisse im dritten Quartal 2013 um 1,9 Prozentpunkte niedriger als der Wert des Vorjahresquartals und erreichte 91,6%. Während der Halbjahresabschluss von Allianz Suisse noch von einer ausserordentlich hohen Belastung durch Hagel- und Unwetterschäden geprägt war, habe es im dritten Quartal keine besonderen Wetterereignisse mit Kostenfolgen gegeben, berichtet der Versicherer selbst. Die Schaden-Kosten-Quote beschreibt das Verhältnis von Aufwendungen für Betriebskosten und Schadensleistungen einerseits sowie Prämien andererseits, wobei niedrigere Prozentzahlen positiver zu bewerten sind. Von der Rating-Agentur Standard & Poor's erhielt Allianz Suisse ein „AA“ (Ausblick: stabil) und wird als Tochtergesellschaft der Allianz SE als „highly strategic“ eingestuft, also als Tochtergesellschaft mit hoher strategischer Bedeutung.