Anstellung einer Tagesmutter: Was gilt es zu beachten?

Veröffentlicht am 05.11.2013.

Heutzutage sind viele Eltern berufstätig. Die Zeiten, als es sich die Mütter noch leisten konnten, 24 Stunden am Tag für ihren Nachwuchs da zu sein gehören immer mehr der Vergangenheit an. Nicht nur aus finanziellen Gründen. Oftmals möchten sich die Mütter nach der Babypause nicht ganz von ihrer Erwerbstätigkeit zurückziehen. Für alle Eltern ist es sicher daher ein grosses Anliegen, dass sich ihre Kinder in guten Händen befinden, wenn sie ihrer Berufstätigkeit nachgehen.
Die geeignete Betreuung: Tagesmütter benötigen eine Bewilligung
Da Krippenplätze an vielen Orten knapp sind, ist die Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Babysitter eine gute Alternative. Dabei gibt es aber einiges zu beachten:
Nicht alle Frauen eignen sich als Tagesmutter. Bei der Auswahl einer geeigneten Betreuung ist darauf zu achten, dass die Tagesmutter eine Bewilligung besitzt. Eine solche wird von den Behörden des Wohnorts ausgestellt. Kriterien für den Erhalt der Bewilligung sind, dass jemand erzieherisch, charakterlich und gesundheitlich in der Lage ist, sich um fremde Kinder zu kümmern.
Arbeitsverhältnis zwischen Tagesmutter und Eltern: Welche Pflichten bestehen?
Hat man eine geeignete Tagesmutter gefunden, muss bedacht werden, dass dadurch ein Arbeitsverhältnis entsteht und die Eltern offiziell als Arbeitgeber fungieren. Dies bedeutet, dass sowohl Arbeitsverträge aufgesetzt, als auch Lohnabrechnungen erstellt und Sozialbeiträge abgerechnet werden müssen. Zudem sind die Eltern verpflichtet, bestimmte Versicherungen für die Tagesmutter abzuschliessen.
Gemäss dem Schweizer Gesetz muss für die Angestellte eine Unfallversicherung abgeschlossen werden. ''Als Arbeitgeberin, Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, Ihre Hausangestellten gegen Berufsunfall und Berufskrankheit (BU) zu versichern. Wenn das Arbeitspensum acht Stunden pro Woche oder mehr beträgt, ist auch eine Versicherung gegen Nichtberufsunfall (NBU) obligatorisch'' wie der Homepage der Sozialversicherungsanstalt (SVA) Zürich zu entnehmen ist.
Des Weiteren wird eine zweite Säule (BVG) obligatorisch, sobald ein Bruttolohn von 21'060 im Jahr überschritten wird.
Die Tagesmutter sollte auch eine Haftpflichtversicherung besitzen, um bei Schäden, welche die Kinder während ihrer Betreuungszeit verursachen, gedeckt zu sein.
Durch eine Krankentaggeldversicherung kann die Lohnfortzahlung bei Krankheit gewährleistet werden. Denn wie alle anderen Angestellten auch, hat die Tagesmutter Anrecht auf ihren Lohn, wenn sie aufgrund einer Krankheit ihrer Betreuungstätigkeit nicht nachgehen kann, wie einem Artikel des srf zu entnehmen ist.
Der ''Papierkram'' kann auch umgangen werden
Eine Alternative dazu, selbstständig eine Tagesmutter anzustellen, ist eine Betreuung über einen Verein zu suchen. Dieser kümmert sich um Bewilligung, Sozialversicherung und Haftpflichtversicherung. Auch wenn die Tagesmutter als 'selbstständig Erwerbende' gilt (wenn sie für mehrere Arbeitgeber tätig ist), müssen sich die Eltern nicht um Versicherungen und Bewilligungen kümmern. 
Link zum Text: <a href="http://www.svazurich.ch/internet/de/home/private/hausangestellte/anmelden1.html _blank - "Arbeitgeber werden"" target="_blank">SVA