Arthrose beim Hund: Und was nun?

Veröffentlicht am 11.05.2014.

Arthrose kann nicht nur beim Menschen zum Problem werden. Auch Hunde haben bisweilen mit ihr zu kämpfen. Dann verursachen abgenutzte Gelenke eventuell Schmerzen und beeinträchtigen die Beweglichkeit  des Vierbeiners deutlich. Hilfe bringen dann unter Umständen Medikamente und Physiotherapie. In schweren Fällen kann aber auch eine Operation nötig sein. Dann ist es vorteilhaft, eine passende Tierversicherung abgeschlossen zu haben.

Arthrose - Definitionen
Das Medizinportal Onmeda.de definiert Arthrose für den Menschen als fortschreitenden, altersbedingten Knorpelabrieb in den Gelenken. Im Prinzip gilt dieselbe Definition auch für Arthrose beim Hund. So nennt etwa die Website Tiermedizinportal.de diese Arthrose „eine verschleissbedingte Veränderung der Gelenke“, die „zu den sogenannten degenerativen Erkrankungen“ (rückbildenden Erkrankungen) zählt. Allerdings gibt es keineswegs immer eine altersbedingte Ursache. Beim älteren Hund kann das Arthrose-Risiko zwar steigen, aber auch junge Hunde können bereits erkranken. Unterschieden wird die Arthrose von der Arthritis, bei der es sich um eine Gelenkentzündung handelt. Arthrose und Arthritis können aber parallel auftreten und sich auch gegenseitig beeinflussen.
Die Schweizer Obersee Praxis für Kleintiere beschreibt die Rolle der Gelenkflüssigkeit bei der Arthrose. Sie kann bei einer Entzündung wässrig werden und erfüllt dadurch eventuell nicht mehr ihre Aufgaben: den Gelenksknorpel stabil zu halten und ihm Nährstoffe zuzuführen. Da eine wässrig gewordene Gelenksflüssigkeit den Knorpel nicht mehr richtig schmiert und für den Gelenksknorpel wichtige Nährstoffe abgebaut werden, erleidet der Knorpel weiteren Schaden, heisst es auf Obersee-Praxis.ch. Kalkablagerungen, die dann eigentlich zur Stabilisierung dienen sollen, verursachen oft weitere Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit, berichten die Veterinäre weiter.

Hunde mit Arthrose: Diagnose und Therapie
Grundsätzlich ist es immer gut, seinen Vierbeiner aufmerksam zu beobachten. Dann merkt man vielleicht, dass es dem älter gewordenen Hund irgendwann schwerer fällt, Treppen zu steigen oder aufs geliebte Sofa zu klettern. So etwas ist natürlich kein klarer Hinweis auf eine Arthrose. Aber es ist zumindest ein Indiz dafür, dass eventuell Schmerzen den Hund behindern und dass eine Arthrose im Spiel sein könnte. In solchen Fällen sollte man mit seinem Hund einen Tierarzt aufsuchen. Der Arzt untersucht den Hund dann oft mit dem Röntgengerät, eventuell kommen auch Diagnoseverfahren wie Ultraschall oder Computertomografie hinzu.
Die Behandlung zielt im Allgemeinen darauf ab, dem Hund die Schmerzen – soweit möglich – zu nehmen und einen weiteren Verschleiss zumindest zu verlangsamen. Das geschieht etwa mit passenden Medikamenten. Auch eine Physiotherapie kann hilfreich sein; etwa eine Schwimmtherapie im Pool, bei der Muskeln aufgebaut und zugleich die Gelenke geschont werden. Ebenfalls empfohlen wird bisweilen die sogenannte Goldakupunktur. Diese Variante der Akupunktur wurde bereits Ende der 70er Jahre entwickelt und soll dem erkrankten Hund auf schonende Weise helfen. Manchmal kommt man trotz aller anderen Behandlungsformen nicht um eine Operation herum, wenn man seinem Hund wirklich helfen möchte. Bei den Operationen gibt es unterschiedliche Varianten, die bis zum kompletten Ersatz eines Gelenks durch ein künstliches reichen.

Tierversicherungen unterstützen bei den Kosten
Tierversicherungen können den Hundehalter bei den Kosten für die Behandlung von Hundearthrosen unterstützen. Ein Beispiel für solch eine Versicherung ist die Tierversicherung wau-miau. Sie trägt unter anderem 90% der Kosten chirurgischer Eingriffe und zahlt auch bis zu 500 Franken jährlich für Akupunktur, Akupressur und Shiatsu beim Hund. Bei mancher Arthrose kann man so seinem Hund helfen und schont zugleich den eigenen Geldbeutel.