AXA Winterthur: Umsatzminus, Gewinnplus und zwei neue Produkte

Veröffentlicht am 06.08.2014.

Beim Prämienvolumen (gesamt) gab es ein Minus, beim Gewinn ein Plus: AXA Winterthur erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2014 ein Prämienvolumen von 9,058 Milliarden. Das bedeutet ein Minus von 4,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Plus gab es dagegen bei den Bruttoprämien im Bereich der Schadenversicherungen sowie beim operativen, beim Unternehmensgewinn und beim Reingewinn. Zudem machte sich eine weiter wachsende Beliebtheit teilautonomer Versicherungslösungen für Unternehmenskunden bemerkbar.
Dreimal attraktives Plus beim Gewinn
AXA Winterthur erzielte im ersten Halbjahr 2014 einen operativen Gewinn von 455 Millionen Franken, was im Vergleich zum Ergebnis im Halbjahr 1/2013 ein Plus von 10,7% bedeutet. Höher war das Plus beim Unternehmensgewinn, der von 453 Millionen (1/2013) um 23,5% auf 559 Millionen Franken anstieg. Nochmals stärker wuchs der Reingewinn: von 404 um 37,6% auf 556 Millionen Franken.
Aber nicht alleine Zahlen prägten das erste Halbjahr 2014 bei AXA Winterthur. Die Versicherung brachte in dieser Zeit zwei neue Produkte auf den Markt: den Drive Recorder für Junglenker sowie ein neues Flotten-Angebot für Unternehmenskunden.
Einen Grund für den gestiegenen operativen Gewinn sieht AXA Winterthur in der Anzahl der Grossschäden, die im ersten Halbjahr 2014 geringer war als im Vorjahreszeitraum. Der Versicherer warnt jedoch, dass Hagel- und Unwetterschäden im zweiten Halbjahr vermehrt zu Buche schlagen könnten. Den Anstieg beim Reingewinn begründet der Versicherer mit Gewinnen „aus der Veräusserung von Kapitalanlagen sowie aus Marktschwankungen und Währungseffekten“.
Uneinheitliche Entwicklung bei den Prämien
Die Bruttoprämien zeigten eine uneinheitliche Entwicklung. Bei den Schadenversicherung gab es einen Zuwachs um 1,8% auf 3,035 Milliarden Franken. Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) lag bei 86,4% im Vergleich zu 90,5% im Halbjahr 1/2013. Die Combined Ratio gibt das Verhältnis von Schäden und Prämien wieder. Dabei gilt: Eine geringere Combined Ratio steht für eine profitablere Phase der Versicherungsgesellschaft. Abhängig ist die Combined Ratio unter anderem vom Schadensaufkommen und damit von einer nicht vom Unternehmen beeinflussbaren Grösse.
Bei den Bruttoprämien der Lebensversicherung gab es für AXA Winterthur einen Rückgang um 6,9% auf 5,957 Milliarden Franken. Dabei sanken die Bruttoprämien bei den Kollektivlebensversicherung um 9,5% auf 5,282 Milliarden Franken, während es bei den Bruttoprämien der Einzellebenversicherung um 19,8% auf 675 Millionen Franken hochging. Ein Blick auf die Neuabschlüsse: Im Kollektivleben-Bereich gab es hier ein Minus um 38,8%, während es im Einzelleben-Bereich um 23,2% nach oben ging.
Zwei neue Produkte und eine Tendenz
AXA Winterthur berichtete im Januar 2014 über den neuen Drive Recorder. Er bietet Kunden bis zum Alter von 25 Jahren die Möglichkeit, die Prämie der Autoversicherung zu reduzieren. Mit dem Drive Recorder wird das Fahrverhalten dokumentiert und die Ergebnisse fliessen in die Prämienberechnung ein. Die jungen Kunden können ihr aufgezeichnetes Fahrverhalten auf einem geschützten Kundenportal einsehen.
Für Unternehmenskunden gibt es ein neues Flotten-Angebot. AXA Winterthur bietet hier „ein bedarfsgerechtes Versicherungspaket“, individuell abgestimmt auf die Struktur des Unternehmenskunden. Eine Tendenz bei den Unternehmensangeboten ist die verstärkte Nachfrage teilautonomer Versicherungslösungen. „Während kleinere Unternehmen weiterhin auf die Vollversicherung mit umfassenden Garantien angewiesen sind, kann es für mittlere und grössere Unternehmen, die das Anlagerisiko ganz oder teilweise selber tragen können, attraktiv sein, vom zusätzlichen Rendite- und Leistungspotential einer teilautonomen Lösung zu profitieren“, heisst es in der Pressemitteilung zum Halbjahres-Ergebnis der AXA Winterthur.