CEO-Wechsel bei Swiss Life: Pfister geht, Frost kommt!

Veröffentlicht am 14.11.2013.

Der Versicherer Swiss Life bekommt einen neuen CEO. 12 Jahre lang stand der aktuelle CEO Bruno Pfister an der Spitze von Swiss Life. Ab dem 1. Juli 2014 hat dann der bisherige Chief Investment Officer Patrick Frost den Posten als CEO inne. Er übernimmt ein Unternehmen, das sich nach eigenen Angaben in den letzten anspruchsvollen Jahren erfreulich weiterentwickelt hat, profitabel gewachsen und gut auf Kurs ist.

Bruno Pfister stellt sich neuen Herausforderungen

Swiss Life ist gut positioniert, um im wachsenden Markt für Finanzlösungen eine gewichtige Rolle zu spielen. Die Weichen sind gestellt – für mich ein guter Zeitpunkt, um noch einmal ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen“, wird Bruno Pfister in der Swiss Life Mitteilung zum Generationenwechsel des Versicherers zitiert. Für Pfister kommt Frost. Er gehört seit 2006 als Chief Investment Officer zur Swiss Life Konzernleitung. Zuvor hat er bei der Winterthur-Gruppe gearbeitet, war dort Mitte der 90er Jahre zunächst Analyst, dann Portfolio-Verantwortlicher im Asset Management. Zwei Jahre lang ging er in die USA , wo er im Bereich der Unternehmensanleihen tätig war, bevor er 2001 „Head of Fixed Income“ der Winterthur Gruppe wurde.

Weiter in Richtung Erfolg

Die im Rahmen der Unternehmensstrategie „Swiss Life 2015“ gesetzten Ziele werden diszipliniert und erfolgreich umgesetzt“, wird Bruno Pfister in der Swiss Life Mitteilung zitiert. Swiss Life hat sein neues Unternehmensprogramm Swiss Life 2015 im November 2012 vorgestellt und dabei fünf Stossrichtungen definiert. Mit der Stossrichtungen „Kundenversprechen“ möchte der Versicherer die Qualität und Anzahl von Kundenkontakten erhöhen. „Angebotspalette“ heisste die zweite Stossrichtung: Hier wird sich das Unternehmen auf „profitable und flexible Produkte“ konzentrieren und das „Angebot mit Produkten von Drittanbietern“ ausbauen. Im Namen der dritten und „Distribution“ genannten Stossrichtung stärkt Swiss Life ihre Beratungsqualität und ihre Vertriebe und führt je Land alle Produktions- und Vertriebsorganisationen aus einer Hand. „Effizienz und Qualität“ (Stossrichtung 4) steht für die weiter verbesserte operative Schlagkraft, Finanzkraft (Stossrichtung 5) für die Stärkung der Finanzkraft und die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells.

Bisher scheint das Unternehmensprogramm zu funktionieren. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 erhielt Swiss Life Prämieneinnahmen in Höhe von 13,7 Milliarden. Das ist ein Wachstum von 6% (in lokaler Währung) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Swiss Life ist mit dem Unternehmensprogramm «Swiss Life 2015» gut gestartet“, berichtet der Versicherer in der Mitteilung zu den aktuellen Zahlen. „Im Rahmen des strikten Kostenmanagements konnten per 30. September 2013 bereits 50% der geplanten Kostensenkungs-Massnahmen umgesetzt werden. Der Anteil von Risiko-, modernen und modern-traditionellen Produkten am Neugeschäft erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2013 auf 81% und liegt damit schon nahe am Ziel von 85%“, heisst es weiter. Das klingt alles so, als würde Patrick Frost einen recht gesunden Versicherer übernehmen. Es klingt … gut.