Die Mobiliar verbindet Hochwasser-Prävention und Kunst

Veröffentlicht am 29.11.2014.

Sich an Investitionen für HochwasserschutzHochwasserschutz in der Schweiz zu beteiligen, hat für den Versicherer Mobiliar bereits Tradition. Seit 2005 hat das Unternehmen schweizweit bereits insgesamt 75 Hochwasserschutz-Projekte unterstützt. Beim Hochwasserschutz für die Gemeinde Freienwil geht Mobi jetzt aber noch einen Schritt weiter. Der Versicherer beteiligt sich nicht nur mit 250.000 Franken am Präventionsprojekt, sondern initiiert zusätzlich die Beteiligung von Künstlern am Projekt.

Der Dorfbach wird umgeleitet und teilweise geöffnet
Freienwil ist eine Gemeinde im Kanton Aargau und befindet sich rund drei Kilometer vom Bezirkshauptort Baden entfernt. Knapp 1.000 Menschen leben im Dorf, durch das der Maasbach fliesst, bisher jedoch unter der Erde in Röhren. Der Bach soll jetzt teils umgeleitet und teilweise geöffnet werden. 
Die teilweise Öffnung dient nicht (vor allem) dem Hochwasserschutz, sondern wird aufgrund der Gesetzeslage in der Schweiz geplant. In Paragraf 38 des Gewässerschutzgesetzes heisst es: „Fliessgewässer dürfen nicht überdeckt oder eingedolt werden.“ Dabei sind jedoch einige Ausnahmen definiert. In Paragraf 38a heisst es: „Die Kantone sorgen für die Revitalisierung von Gewässern.“ Im konkreten Fall bedeutet das, dass eine Umleitung des Maasbachs (soweit möglich) auch mit einer Öffnung des zuvor in Röhren „versteckten“ Bachs einhergehen muss. In Freienwil ist die Öffnung aber nur für ein Teilstück des Baches vorgegeben und wird auch nur für das Teilstück umgesetzt.

Wasseraustritte bereits ab HQ30
Die Gefahrenkarte Hochwasser zeigt, dass entlang des Maasbachs bereits ab einem HQ30 Wasseraustritte auftreten. Das berichtet die Gemeinde Freienwil in einer Kurzdokumentation des Hochwasserschutz-Projekts. „HQ30“ ist die Bezeichnung für ein im Durchschnitt alle 30 Jahre auftretendes oder übertroffenes Hochwasser-Ereignis. Neben „HQ30“ gibt es beispielsweise auch HQ100 und HQ300. Zur Umlegung des Maasbachs heisst es in der Kurzdokumentation, dass der Bach im unteren Bereich „mit dem für den Hochwasserschutz notwendigen Durchmesser“ umgeleitet und in den Rickenbach eingeleitet wird.
Die gesamte Massnahme soll 1,4 Millionen Franken kosten, wobei die Gemeinde Freienwil 500.000 Franken beisteuern muss, während von der Mobiliar 250.000 Franken kommen. Die kürzlich begonnenen Bauarbeiten sollten bis einschliesslich Frühling 2016 abgeschlossen sein.

Hochwasserschutz sucht die Verbindung mit der Kunst
Mit dem Pilotprojekt „Prävention und Kunst“ geht der Versicherer Mobiliar gemeinsam mit der Gemeinde Freienwil dieses Mal neue Wege. Durch die Verlegung des Dorfbachs wird auch eine Neugestaltung des Ortskerns möglich. In diese Umgestaltung sollen auf Anregung des Versicherers Künstler einbezogen werden. Dafür wird eine Jury aus Vertretern der Gemeinde und der Mobiliar drei Künstlerinnen und Künstler zu einem Wettbewerb einladen. Umgesetzt wird das ausgewählte Projekt 2015/2016. „Durch den Einbezug kreativer Kräfte möchten wir die verschiedenen Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger zusammenführen“, wird Gemeindeammann Robert Alan Müller in der Mobi-Mitteilung zum Projekt zitiert.

Optimal: Hochwasserschutz und Versicherungsschutz
Den grösstmöglichen Schutz bekommt man in hochwassergefährdeten Gemeinden, wenn sich einerseits die Gemeinde um einen möglichst effektiven Hochwasserschutz bemüht und wenn man andererseits als Privatperson sein Haus möglichst hochwassersicher macht und mit einer passenden Hausratversicherung für einen guten Versicherungsschutz sorgt.

Link zum Text: Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer