E-Bikes - Versicherungsschutz und Regeln

Veröffentlicht am 27.08.2013.

Der Verkauf von E-Bikes in der Schweiz nimmt zu. Während laut Statistik des Verbands "velosuisse" 2011 insgesamt 49.615 E-Bikes verkauft wurden, waren es 2012 bereits 52.941 Exemplare. Wer überlegt, sich ein E-Bike zuzulegen, sollte sich einerseits die Regeln ansehen, die für E-Bikes in der Schweiz gelten. Er sollte andererseits auch dafür sorgen, dass sein E-Bike ausreichend versichert ist. Welche Versicherungen in Bezug auf E-Bikes in welchen Fällen greifen, verrät beispielsweise der Versicherer Helvetia.

E-Bikes sind Motorfahrräder

2012 hat der Schweizer Bundesrat die Regeln für E-Bikes vereinfacht. Grundsätzlich sind alle E-Bikes Motorfahrräder. Unterschieden werden allerdings Leicht-Motorfahrräder und andere Motorfahrräder. Bedingungen für die Einstufung eines E-Bikes als Leicht-Motorfahrrad: Die Motorleistung darf 500 Watt nicht übersteigen und mit reiner Motorkraft darf das Fahrzeug nicht schneller als 20 km/h werden, während das E-Bike mit Tretunterstützung 25 km/h schnell fahren darf. "E-Bikes mit einer Leistung zwischen 500 und 1000 Watt oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 bis 30 km/h oder einer Tretunterstützung, die auch bei einem Tempo von 25 – 45 km/h wirkt, gelten als Motorfahrräder", schreibt das Schweizer Bundesamt für Strassen ASTRA.
Bei den grösseren Motorfahrrädern wird einerseits ein passendes Kontrollschild benötigt, andererseits muss der Fahrer einen Velohelm tragen, falls beim E-Bike dank Tretunterstützung ein Tempo von über 25 km/h möglich ist. Handelt es sich um ein E-Bike mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h, ist ein geprüfter Mofa-Helm obligatorisch. Bei den kleineren E-Bikes ist dagegen gar kein Helm nötig. Das Markteinführungs-Programm für Elektro-Zweiräder in der Deutsch- und Westschweiz "NewRide" rät allerdings in seinen Verhaltensregeln für Elektro-Bike-Fahrer dazu, in jedem Fall einen Helm zu tragen. Weitere Ratschläge sind unter anderem: E-Bikes sollten regelmässig gewartet werden und E-Bike-Fahrer sollten darauf achten, die Bremsen zu beherrschen, weil E-Bikes oft deutlich stärkere Bremsen haben als Velos ohne Motor.

Versicherungsschutz für E-Bikes

Ein gestohlenes Velo ist ärgerlich, ein gestohlenes E-Bike bisweilen noch ärgerlicher, weil E-Bikes oft teurer sind. Die passende Versicherung kann den finanziellen Schaden dabei auffangen. Leicht-Motorfahrräder sind dem Fahrrad gleichgestellt, schreibt der Versicherer Helvetia auf einer E-Bike-Extraseite seines Internetauftritts. "Bei Diebstahl zu Hause ist ein Versicherungsschutz gemäss Hausratsversicherungssumme vorhanden, und zwar zum Neuwert", schreibt der Versicherer weiter. Wird das E-Bike dagegen ausserhalb des eigenen Heims gestohlen, "ist der Versicherungsschutz gemäss abgeschlossener Versicherungssumme vorhanden, ebenfalls zum Neuwert“. Empfehlung der Helvetia ist die Zusatzversicherung "Hausrat all risks", mit der sich das E-Bike auch gegen Beschädigungen versichern lässt. Für grössere E-Bikes mit Kontrollschild empfiehlt die Helvetia eine Teilkasko-Versicherung.