Einbruchschutz: Neue Broschüre und App der SKP

Veröffentlicht am 17.03.2014.

15 Sekunden für das Fenster, 5 Minuten für die ganze Wohnung. Geübte Einbrecher können heutzutage ein Fenster innerhalb von 15 Sekunden öffnen, um die ganze Wohnung auszuräumen brauchen sie gerade einmal 5 Minuten, wie auf nzz.ch zu lesen ist. Auch wenn der Einbrecher im Nachhinein ermittelt und das Diebesgut gefunden und zurückerstattet werden kann – ein Einbruch ist für die Betroffenen meistens nicht einfach zu verkraften. Deshalb gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Die neue Einbruchbroschüre “Riegel vor!“ der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) zeigt, wie man das eigene Heim besser schützen kann. Falls sich trotzdem einmal Fremde Zugang zum eigenen Heim verschaffen, hilft die “Wertsachenliste-App“ dabei, den entstandenen Schaden ohne grossen Aufwand der Versicherung zu melden.
Fehler: Schutzmassnahmen oft erst nach Einbruch
Einbruch- und Einschleichdiebstahle machen gemäss dem Bundesamt für Statistik einen Drittel aller verzeigten Diebstahle in der Schweiz aus. 2012 wurden etwa 74'000 solcher Diebstahle verzeichnet, welche mit einem Einbrechen oder Einschleichen in fremdes Wohneigentum in Zusammenhang standen. Dies sind 8'500 Delikte mehr als im Vorderjahr.
Eine mögliche Ursache für die steigende Zahl an Delikten ist die Tatsache, dass sich viele Menschen erst dann Gedanken zum Einbruchschutz machen, wenn bereits eingebrochen wurde. Neben materiellen Verlusten, mühsamen Neuanschaffungen von Dokumenten und Reparatur- und Aufräumarbeiten, haben viele Betroffene unter Gefühlen von Unsicherheit und Angreifbarkeit zu leiden, da ihre Privatsphäre verletzt wurde, wie die SKP in einer Pressemitteilung schreibt. Diese Schäden und Umtriebe könnten einfach verhindert werden: Einbrecher versuchen es nämlich dort, wo ein Einbruch einfach scheint. Oft reichen also punktuelle Verbesserungen bei erkannten Schwachstellen, um einen Einbruchsversuch zu verhindern.
Broschüre: ''Riegel vor!
Viele Haus- oder Wohnungsbesitzer wissen vielleicht nicht genau, wo Sicherheitslücken am Eigentum bestehen oder welche Sicherheitsvorkehrungen notwendig wären. Aus diesem Grund hat die Fachstelle SKP die Broschüre “Riegel vor!“ zusammengestellt. Darin werden alle sicherheitsrelevanten Bereiche in Haus, Wohnung und Nachbarschaft thematisiert. Diese Informationen können bei der Entscheidung helfen, ob eine Beratung an Ort von Sicherheitsfachleuten sinnvoll wäre. Eine solche Beratung ist meistens kostenlos und erspart einem viel Aufwand.
Einbruch: Folgekosten und Aufwand durch passende Hausratversicherung minimieren
Durch einen guten Schutz des eigenen Heimes kann die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchdiebstahles auf ein Minimum reduziert werden. Falls sich trotz der Sicherheitsvorkehrungen Fremde Zugang zu den eigenen vier Wänden verschafft haben, hilft passende Versicherung, den Schaden gering zu halten. Für Schäden aus Einbrüchen kommt in den meisten Fällen die beste Variante des Versicherungsangebotes, welches den eigenen Bedürfnissen entspricht, kann beispielsweise durch einen Vergleich herausgefunden werden.
''Wertsachen-App''
Auf jeden Fall lohnt es sich, die versicherte Summe dem tatsächlichen Wert des Hausrates regelmässig anzupassen, da die Versicherung ansonsten Leistungen kürzen kann. Bei der Ermittlung dieses Wertes hilft die “Wertsachen-App“. Mit der App können Wertsachen per Foto erfasst, einer Kategorie zugewiesen und weitere Informationen wie Preis eingegeben werden. Im Falle eines Einbruches unterstützt die App zudem bei der Übermittlung des Schadens an die Versicherung. Die eingegebenen Daten werden anonym auf dem SKP-Server gespeichert und können so im Bedarfsfall bequem als PDF-Dokument an die Versicherung weitergeleitet werden.
Link zum Text: Broschüre ''Riegel vor!''