Einbrüche: Schutz des eigenen Heims durch Prävention

Veröffentlicht am 28.10.2013.

Dieses Wochenende wurden einmal mehr die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Für viele ein Segen, da man am Sonntag getrost noch eine Stunde länger liegen bleiben konnte. Die Zeitumstellung bedeutet aber auch, dass es nun wieder dunkel wird, bevor man von der Arbeit nach Hause kommt. Ein entscheidender Vorteil für Einbrecher.
Die Zahlen sprechen für sich: Gemäss dem Bundesamt für Statistik wurden im Jahr 2012 im Monat November am meisten Einbrüche verzeichnet. Rund 4'100 Einbrüche wurden während dieses Monats in der Schweiz begangen. Zum Vergleich: Während der Sommermonate wurde nur halb so viele Male eingebrochen. Dabei haben es die Einbrecher vor allem auf privaten Raum abgesehen, wie der Statistik weiter zu entnehmen ist.
Bessere Prävention dringend notwendig
Einbrechern ist man aber nicht machtlos ausgeliefert, auch nicht während der Wintermonate. Durch ein paar Präventionsmassnahmen kann das eigene Heim gut geschützt werden. Beispielsweise sollte nicht leicht erkennbar sein, wenn man nicht zu Hause ist: Dies bedeutet einerseits, die eigene Abwesenheit nicht durch Notizen zu verraten oder andererseits, bei Dämmerung das Licht im Haus brennen zu lassen, wie der Homepage der Kantonspolizei Basel-Stadt zu entnehmen ist.
Zudem unterstützen einfache technische Massnahmen die Prävention. Jörg Zinsli, Leiter Schaden bei der Allianz Suisse, erklärt: ''Wir raten dringend dazu, die allgemeinen Empfehlungen der Polizei zu befolgen. Einfache technische Massnahmen, wie der Einbau einer Alarmanlage oder eines Bewegungsmelders für die Aussenbeleuchtung, können mit wenig Aufwand installiert werden. Sie haben abschreckende Wirkung.''
Auch Kommunikation unter den Nachbarn ist unumgänglich: Bei Abwesenheit können Nachbarn Kontrollgänge übernehmen oder die eigene Wohnung im Auge behalten.
Hohe Kosten durch Einbrüche
Ein Einbruch verursacht neben anderen Unannehmlichkeiten meistens auch hohe Kosten für den Mieter oder Eigentümer. Beim Versicherer Allianz Suisse gingen 2012 Schadenmeldungen von mehr als 24 Millionen Franken ein. Im Durchschnitt lag die Schadensumme bei 5'275 Franken pro Einbruch. Die Schadensmeldungen steigen vor allem während der Winterzeit.
Nach einem Einbruch – Wie verhält man sich richtig?
Stellt man fest, dass sich Fremde Zutritt zur Wohnung verschafft haben und vielleicht sogar ein Diebstahl vorliegt, sollte man nichts anfassen und sofort die Polizei verständigen. In einem zweiten Schritt gilt es dann die Versicherung zu informieren. Grundsätzlich sind Schäden, welche durch einen Einbruch entstehen, durch die Hausratversicherung gedeckt. Das Hab und Gut ist bis zur gewählten Versicherungssumme zum Neuwert versichert. Meistens ist sogar Bargeld bis 5000 Franken gedeckt.
Am besten lässt man es aber gar nicht so weit kommen. Bei manchen Versicherern lohnen sich Präventionsmassnahmen sogar doppelt: Bei der Allianz Suisse beispielsweise erhält man Rabatt auf die Diebstahlprämie, wenn man sich für eine anerkannte Sicherheitsmassnahme entscheidet.