Ferien im Wohnmobil: Die richtige Versicherung

Veröffentlicht am 01.05.2014.

Campingferien sind beliebt: Man ist draussen in der Natur, nicht an ein Hotel gebunden und die Kosten für solche Ferien fallen nicht allzu hoch aus. Damit man die Ferien sorglos geniessen kann, sollte man den Aufenthalt im Vorhinein gut planen. Dazu gehört auch der richtige Versicherungsschutz.
Schweiz: Caravaning boomt
Caravaning, also das Reisen in einem Caravan, boomt in der Schweiz. 2012 haben sich 3’060 Eidgenossen ein Wohnmobil angeschafft, wie die NZZ schreibt. Ein Grund dafür sind die attraktiven Preise dank tiefem Euro. Die Schweizer bevorzugen also immer mehr unabhängige Ferien draussen in der freien Natur. Jedoch muss bedacht werden, dass man bei solchen Ferien auch anderen Risiken ausgesetzt ist, als bei konventionellen Hotelaufenthalten.
Unwetter: Ein nicht zu unterschätzendes Risiko 
So kann einem beispielsweise das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Hagel oder Sturm können das Fahrzeug erheblich beschädigen. Zum einen sind Dellen im Wohnwagen ärgerlich und zum anderen können Haarrisse oder grössere Schäden die Lebensdauer des Wohnmobils oder Caravans massiv beeinträchtigen. Besitzt man nicht die richtige Versicherung, kann ein solches Unwetter zudem schnell einmal ein grosses Loch ins Portemonnaie reissen. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, im Vorhinein eine passende Versicherung abzuschliessen.
Versicherungsangebote: Dauercamper oder mobile Camper
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Versicherungsangebote: Solche für Dauercamper und solche für mobile Camper. Als Dauercamper gelten diejenigen, die ihren Wohnwagen oder ihr Mobilheim fest auf einem Campingplatz oder im Winterlager aufgestellt haben. Mobile Camper hingegen reisen mit ihrem Wohnwagen oder Caravan herum.
Für die Dauercamper gibt es verschiedene Optionen beim Versicherungsangebot: „Je nach Kundenwunsch sind bei dieser Police Wohnwagen oder Mobilheime, Vorzelte, Geräte der Unterhaltungselektronik und sonstiges Inventar gegen Risiken wie Brand, Explosion, Diebstahl, Sturm, Hagel oder Blitzschlag, aber auch mutwillige Beschädigung Dritter versicherbar. Auch Schäden durch Überschwemmung können von Fall zu Fall nach Risikoprüfung mitversichert werden“ erklärt Allianz Experte Manfred Wadenstorfer in einem Interview auf welt.de. Die Campingversicherung wird auch als Hausrat- und Gebäudeversicherung für den Zweitwohnsitz am Campingplatz bezeichnet, weil sie ähnliche Risiken abdeckt.
Auch für mobile Camper schreibt der Gesetzgeber eine Haftpflichtversicherung vor. Diese deckt Personen- und Sachschäden, die Dritten zugefügt werden. Optional kann beispielsweise beim Versicherungsgebot des TCS ein Bonusschutz und ein Sicherheitspaket mit Grobfahrlässigkeit hinzugefügt werden. Auch über einen Schutzbrief sollte man sich Gedanken machen, damit man zum Beispiel im Falle eines Unfalls abgesichert ist. Zudem ist der Besitz einer Kaskoversicherung ratsam, damit man auch bei einem unverschuldeten Unfall abgesichert ist.
Tipps für den Schadensfall
Hat man sich für eine Versicherung entschieden, empfiehlt caravaningsuisse auf folgende Dinge zu achten:
Beim Neuabschluss einer Versicherung sollte für den Schadensfall eine fach­männische Reparatur durch einen Vertreter der jeweiligen Marke garantiert seinEinen Schaden durch den eigenen Caravaninghändler beurteilen lassen: Er kann auch die Abwicklung mit der Versicherung übernehmenIm Schadensfall, insbesonders während der meist sechs- oder zehnjährigen Garantiezeit Ihres Fahrzeugs, sollte auf der Reparatur durch einen offiziellen Partner der eigenen Marke bestanden werden
Besitzt man einmal den richtigen Versicherungsschutz, stehen erholsamen Ferien in der freien Natur nichts mehr im Wege. Schlechtes Wetter ist dann zwar immer noch mühsam, jedoch zumindest nicht mehr mit einem untragbaren finanziellen Schaden verbunden.
Link zum Text: http://www.caravaningsuisse.ch/cms15/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=60&Itemid=1 caravaningsuisse