Fidelity-Chef erwartet weniger Geldanlagen auf Schweizer Fondsmarkt

Veröffentlicht am 26.08.2011.

Alfred Strebel, Schweiz-Chef der Fondsgesellschaft Fidelity, rechnet für den August angesichts internationaler Vergleichszahlen mit einem schlechten Monat für die Fondsbranche des Landes. Das hat er jetzt in einem Video-Interview mit dem Cash.ch - Portal der Ringier AG geäussert.

Im März 2011 konnte die schweizerische Fondsbranche noch Mittelzuflüsse in Höhe von 1,3 Milliarden Schweizer Franken verzeichnen. Diese Zeiten sind erst einmal vorbei. Drei Monate später verringerten sich die in Fonds investierten Mittel in der Schweiz um 441 Millionen Schweizer Franken. Und während im nachfolgenden Juli ein kleines Zwischenhoch folgte, sieht es für den August wieder schlechter aus. Alfred Strebel spricht im Cash-Interview gar von einer massiven Verschlechterung, die befürchtet werden müsse. Laut dem Unternehmen für Finanzdaten EPFR Global ist die zwischen dem dritten und zehnten August von Anlegern aus globalen Aktienfonds herausgezogene Summe die grösste seit 2008. Auch das Fondsvolumen in der Schweiz lässt eher eine Flaute auf dem Markt erwarten. Laut der Zahlen von Swiss Fund Data lag das in der Schweiz in Fonds investierte Vermögen im Juli 2011 bei 619.918 Millionen Schweizer Franken. Im Vormonat waren es noch 650.065 Millionen, drei Monate zuvor gar 665.681 Millionen Schweizer Franken.

Gerade zur aktuellen Zeit hält Alfred Strebel einen Einstieg in Aktienfonds allerdings durchaus für eine Option. Investoren wie Warren Buffett würden gerade in Zeiten zugreifen, in denen ein Einstieg in den Aktienmarkt aufgrund gesunkener Aktienkurse günstig ist. Wer in Aktien und Aktienfonds investiert, braucht einfach einen etwas längeren Atem und darf nicht schnell nervös werden. Viele Schweizer scheinen diese Nervenstärke derzeit nicht aufbringen zu können oder zu wollen. Laut Alfred Strebel sind Rohstoff- derzeit gefragter als Aktienfonds. Bei den Aktienfonds laufen am ehesten noch asiatische Fonds gut, so Strebel weiter. Ihnen trauen die Anleger eine besonders schnelle Erholung zu.