Frostschäden verursachen vermehrte Schadensmeldungen

Veröffentlicht am 17.02.2012.

Das eisige Schweizer Wetter in der vergangenen Zeit kommt die Versicherer im Land teuer zu stehen. Laut Aussage der Nachrichtenagentur sda, die verschiedene Gesellschaften befragt hat, gehen die Kosten aufgrund defekter Wasserleitungen und vergleichbarer Schäden weit in die Millionenhöhe.
Teils deutlicher Anstieg der Schadensmeldungen
Die Schweizer Allianz klagt etwa über einen Anstieg derartiger Schadensfälle um zwanzig Prozent verglichen mit dem Januar 2011. In absoluten Zahlen bedeutet das für 2012 bisher etwa 800 bis 1.000 Fälle. Die Höhe der zu leistenden Zahlungen ist beim Versicherer jedoch noch unbekannt. Konkretere Angaben machte die Mobiliar, bei der die Kosten auf 9,1 Millionen Franken geschätzt werden. Man habe durch Frostschäden bei Wasserleitungen innerhalb der drei Wochen seit Ende Januar mit ungefähr 2,500 Fällen mehr Schäden gehabt als im Gesamtjahr 2011, heisst es dort. Die Gesellschaft Vaudoise verzeichnete seit Anfang Februar 170 Fälle im Vergleich zu 74 im gesamten Februar 2011 und die Basler kommt auf 1.120 Leitungsschäden im Januar diesen Jahres, was einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Winter 2010 entspricht.
Mit weiteren Problemen wird gerechnet
Beendet ist das Problem jetzt wohl noch nicht. Das derzeitige Tauwetter könnte aus Sicht der Versicherer weitere Schadensmeldungen bringen. Möglich sind etwa Erdrutsche an Baustellen oder nachträgliche Schadensmeldungen bei Ferienhäusern. Da bleibt aus Sicht der Versicherer wohl nur zu hoffen, dass es bald einen nicht zu Überschwemmungen neigenden schönen Frühling gibt.

Quelle:
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Wasserschaeden-in-Millionenhoehe-nach-Kaelteeinbruch/story/31561020