Generali macht Angebote für die Zeit nach der Velovignette

Veröffentlicht am 01.10.2011.

2012 wird es die Velovignette nicht mehr geben. Das hat das schweizerische Parlament bereits am 22. September 2010 beschlossen. Ohne diese Vignette wären zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 300.000 schweizerische Radler ohne Versicherungsschutz, berichtet die Versicherungsgesellschaft Generali. Generali wird diejenigen Risiken, die zuvor von der Velovignette abgedeckt wurden, ab dem ersten Januar 2012 ohne Aufpreis in die private Haftpflichtversicherung integrieren. Für neu abgeschlossene oder verlängerte private Haftpflichtversicherungen gewährt die Gesellschaft im ersten Jahr mehrere prämienfreie Monate.
Für Fahrradfahrer war Haftpflicht in der Schweiz bisher durch die Velovignette einfach geregelt. Die seit 1960 existierende Velovignette in Form eines kleinen Aufklebers sorgte für Versicherungsschutz in Fällen, in denen die Besitzer mit ihrem Rad Schäden bei Dritten verursachen. Die Versicherungsdeckung lag durch die Vignette bei bis zu zwei Millionen Schweizer Franken. Ab 2012 soll statt der Velovignette die private Haftpflichtversicherung der Radler greifen. Dumm stehen dann nur diejenigen Radler da, die bisher noch gar keine private Haftpflichtversicherung besitzen. Das sind jene mehr als 300.000 Radler, von denen Generali spricht. Die Rechnung, die diesem Ergebnis zugrunde liegt, ist einfach:

  • Rund neunzig Prozent aller Schweizer besitzen eine private Haftpflichtversicherung, sodass etwa 770.000 Schweizer ohne privaten Haftpflichtschutz übrig bleiben.
  • Über vierzig Prozent aller Schweizer besitzen ein Fahrrad und vierzig Prozent von 770.000 sind 308.000.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Velovignette und der neuen Regelung: Die Velovignette bot für das jeweilige Rad Versicherungsschutz, unabhängig davon, wer es gelenkt hat. Ab 2012 muss dagegen der Radler (nicht das Rad) gegen Schäden von Dritten versichert sein, die durch das Radfahren entstanden sind. Die Generali Haftpflichtversicherungen bieten solch einen Schutz mit höherer Deckungssumme als die Velovignette. Versicherte können sich für eine Deckungssumme von drei oder fünf Millionen Schweizer Franken pro Schadensfall entscheiden. Mit der privaten Haftpflichtversicherung sind alle Fahrräder eines Haushalts versichert. Wer eine private Haftpflichtversicherung bei der Gesellschaft abschliesst oder verlängert, bekommt von Generali vier Monate lang Prämienfreiheit im ersten Jahr. Kunden, die bereits eine Generali-Versicherung abgeschlossen haben, bekommen bei einem neuen Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung von Generali sogar ein halbes Jahr Prämienfreiheit.