Glück in der Schweiz: Luzerner sind am glücklichsten

Veröffentlicht am 05.02.2015.

Die Menschen im Kanton Luzern sind die glücklichsten in der Schweiz. Tendenziell unglücklich sind dagegen die Einwohner von Basel-Stadt, Genf und Neuenburg. Das geht aus dem neuen Zurich Glücksindex 2014 des Versicherers Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG hervor. Das Glück der Luzerner scheint nicht an überschäumender Lebensfreude zu liegen, sondern an moderater Lebensfreude bei zugleich moderaten Ängsten. In den drei letztplatzierten Kantonen sorgen Ängste aufgrund einer relativ hohen Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate für eine Trübung des Glücks. 
Ein paar Spitzenreiter
Der Kanton Luzern ist zwar Spitzenreiter im Gesamtranking, aber in keinem Einzelranking. Möglicherweise ist dies das Geheimnis der glücklichen Luzerner? Im Ranking der sozialen Aspekte, die etwa für Geselligkeit und somit für eine Facette der Lebensfreude stehen, landet Luzern beispielsweise nur auf Rang 16. Bei der Konsumfreude, die ebenfalls zum guten Leben beitragen kann, liegt Luzern auch nur auf Platz 11. Auf der anderen Seite belegt Luzern aber auch keine vorderen Plätze, wenn es um Ängste geht. Bei den Ängsten vor einem Börsencrash belegt Luzern Platz 17, bei den Ängsten vor Armut Platz 15. Vereinfacht könnte man also sagen: Luzerner sind glücklich, weil ein Mittelmass an Lebensfreude auf ein Mittelmass an Ängsten trifft.
Spitzenplätze in den Einzelrankings belegen andere Kantone, wobei der jeweils hier erstgenannte Spitzenreiter ist und der zweite Platz 2 belegt. Bei den sozialen Aspekten (Geselligkeit) siegen Schaffhausen und Neuenburg, in den Bereichen Ausbildung und Weiterbildung Tessin und Waadt. Bei den Themen Konsum, Reisen und Investition siegen die Kantone Schaffhausen und Schwyz.
Die beiden Kantone tauchen allerdings auch bei einigen Ängsten ganz vorne auf. So ist die Angst, in Armut abzurutschen, in Schaffhausen und Schwyz am grössten. Die Angst vor Krankheiten ist in Schwyz und Basel-Land besonders gross, die Angst vor Kriminalität und Konflikten in Genf und Schaffhausen. Sorgen über den Arbeitsmarkt beschäftigen vor allem die Einwohner von Waadt und Neuenburg.
Die Zusammensetzung des Glücks
In den Glücksindex fliessen zahlreiche Komponenten mit Einfluss auf Glück und Unglück ein. Ermittelt wurde er aus über zwei Milliarden Google-Abfragen in einem Zeitraum von zwölf Monaten, wobei bei der Analyse etwa 3.000 verschiedene Suchbegriffe in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch berücksichtigt wurden.
Zusätzlich flossen in die Studie offizielle Statistiken von Bund und Kantonen zu Themen wie Lebenserwartung, Kriminalität und Arbeitslosigkeit ein. Der Versicherer Zürich bezeichnet die Analyse als „nahezu statistisch repräsentativ“. Entwickelt wurde das Studiendesign von 4TREND.CH. Begleitet wurde die Studie von Diplom-Mathematiker Dr. Stefan Ch. Ott (Lehrbeauftragter an der HSG Universität St. Gallen).
Das Glück und die Versicherung
Es verwundert nicht, dass mit der Zürich Versicherungs-Gesellschaft ein Versicherer das Glück in der Schweiz analysiert: Versicherungen können sowohl zum Glück als auch zu Ängsten von Menschen beitragen. Sie sind ein Beitrag zum Glück, wenn klug ausgesuchte Versicherungen das Sicherheitsgefühl stärken. Und sie können zum Problem werden, wenn Prämienzahlungen ein ohnehin schmales Haushaltsbudget zu stark beanspruchen.
Aus diesem Grund ist es einerseits wichtig, genau zu analysieren, welche Versicherungen wirklich individuell Sinn machen. Andererseits sollte man auch zusehen, dass man die Versicherung mit den erwünschten Konditionen möglichst preisgünstig erhält. Ein Versicherungsvergleich kann hierzu einen wichtigen beitrag leisten.