Handy kaputt: Welche Versicherung hilft?

Veröffentlicht am 07.04.2015.

Fällt einem das Handy aus der Hand auf den Boden, sodass das Glas zerspringt, ist das nicht unbedingt durch die Hausratversicherung abgedeckt. Darauf hat jetzt der Versicherer Helvetia in seinem Unternehmensblog hingewiesen. Wer sein Smartphone versichert haben möchte, sollte sich also nicht einfach auf die bestehende Hausratversicherung verlassen, sondern schauen, ob und unter welchen Umständen sie bei einem Smartphone-Schaden greift. Falls sie solche Schäden nicht einschliesst, kommt eventuell eine erweiterte Deckung beim selben Versicherer oder ein Wechsel zur Hausratversicherung eines anderen Anbieters infrage. Alternativ kann man eine eigene Handy- und Tabletversicherung abschliessen.
Die Hausratversicherung greift nur manchmal
Ein durch Unachtsamkeit defektes Handy ist durch die Basisversicherung einer Helvetia Hausratversicherung der Ausgabe 2006 nicht versichert. So hat der Versicherer im März 2015 die Anfrage einer Versicherten in seinem Blog beantwortet. Zugleich wies er aber darauf hin, dass auch bei der Helvetia durch passende Zusätze durchaus eine Absicherung des Smartphones möglich ist. Bei der 2006er Ausgabe der Helvetia Hausratversicherung hätte die Kundin die Zusatzversicherung "Hausrat spezial" abschliessen müssen. Allerdings, so Roland Bösch (Helvetia Leiter Privatkundenversicherungen in Sankt Gallen), gilt dieser Zusatz nur bei Beschädigung des Handys ausserhalb der Wohnung oder des Hauses.
Etwas anders sieht die Sache bei der überarbeiteten 2012er Version der Helvetia Hausratversicherung aus. Zwar benötigt man hier mit dem Zusatz "Hausrat all risks" ebenfalls eine Zusatzversicherung, um sein Handy zu schützen. Bei dieser Zusatzversicherung sind dann aber auch Bruchschäden am Handy durch Unachtsamkeit innerhalb der Wohnung versichert. Verliert man das Handys, greift keine der hier genannten Versicherungen. Der Selbstbehalt liegt bei beschädigten Handys bei 200 Franken. Der Versicherung kleinere Schäden zu melden, lohnt sich daher nicht, schreibt die Helvetia.
Um Handyschutz muss man sich kümmern
Der Beitrag im Helvetia-Blog zeigt, dass man Handyschutz als Besitzer einer Hausratversicherung nicht automatisch voraussetzen kann. Legt man Wert auf solch einen Schutz und ist nicht sicher, dass die bestehende Hausratversicherung Schäden am Handy einschliesst, sollte man einen Blick auf die Versicherungsbedingungen werfen. Sind Handyschäden nicht gedeckt, sollte man über eine passende Erweiterung des Versicherungsschutzes nachdenken.
Solche Erweiterungen sind nicht nur bei Helvetia möglich. So bietet etwa der Versicherer Mobiliar als Zusatz zur Hausratversicherung die Hausratkasko, die bei der Mobiliar die Deckung auf Dinge wie "Smartphones, Tablets, Computer, Musikinstrumente, Sportartikel und vieles mehr" erweitert. Teils bieten Versicherer auch spezielle Handy- und Tabletversicherungen an, die viele Problemfälle rund ums Handy abdecken. Ein Beispiel dafür ist die Handy- und Tabletversicherung von AXA Winterthur. Sie versichert nicht alleine Sturz- und Displayschäden beim Handy, sondern auch Wasserschäden und Gesprächsmissbrauch nach Diebstahl. Das Gerät ist zum Neuwert versichert und die Versicherung gilt weltweit.