Hochwasser – Versicherungsschutz und Prävention sind wichtig!

Veröffentlicht am 13.06.2013.

Der Juni 2013 war bisher sowohl in Teilen der Schweiz als auch in Regionen der Nachbarländer Deutschland und Österreich geprägt von Hochwasser, Überschwemmungen und Elementarschäden an Immobilien. Das hat auch Diskussionen wie die nach Möglichkeiten neu entfacht, seine eigene Immobilie in einem potenziellen Überschwemmungsgebiet möglichst gut zu schützen. Als Infoquelle zum Thema bietet der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) die Broschüre „Wenn das Wasser kommt“ auf seiner Internetseite zum Download an. Hier erfährt man nicht alleine, welche individuellen Schutzmassnahmen sich als sinnvoll erweisen, sondern auch, in welchen Kantonen private Versicherer für die finanzielle Abwicklungen von Elementarschäden verantwortlich sind.
Prävention fängt bei Schönwetter an
Für einen Hausbesitzer in einem potenziellen Überschwemmungsgebiet beginnt die Prävention, um die Hausschäden bei Hochwasser möglichst gering zu halten, bereits bei Schönwetter. Die Broschüre „Wenn das Wasser kommt“ rät grundsätzlich dazu, elektronische Anlagen und Geräte NICHT in  hochwassergefährdeten Räumen zu installieren sowie gefährliche Stoffe wie Farben, Dünger und Treibstoffe in „überflutungssicherer Höhe“ zu lagern. Dabei sollte man eine bestimmte Höhe X allerdings nicht allzu schnell als „überflutungssichere Höhe“ definieren. Immer wieder gibt es Menschen, die wichtige Gerätschaften einfach in einer bestimmten Höhe lagern und davon ausgehen, dass sie so vor der Überschwemmung geschützt sind. Bisweilen werden sie dann jedoch von einer Flut überrascht, die jede prognostizierte Höhe nochmals deutlich übersteigt und so auch eine scheinbar sichere Höhen überflutet.
 
Die SVV Broschüre rät auch dazu, die eigene Immobilie einmal baulich zu analysieren und eventuell bauliche Massnahmen zu treffen; dazu zählen unter Umständen die „Montage dichter Türen und Fenster“, das „Sichern von Heizöltanks gegen Auftrieb und Umkippen“ sowie das „Absichern von Einfahrten und Rampen in tiefer gelegene Geschosse“. Und natürlich gibt es auch wichtige Massnahmen, wenn ein Hochwasser kurz bevor steht. Dazu gehören dann unter anderem das Abdichten von Leitungen und Abläufen sowie Unterbrechen der Gaszufuhr. Letztlich gibt es stets zwei Ziele solcher Massnahmen: Sie sollen vermeiden, dass Wasser in die Immobilie eindringt, und sie sollen – falls Wasser dennoch eindringt – dafür sorgen, dass die Schäden möglichst gering bleiben.
Und wer zahlt, wenn die Prävention (teils) versagt?
Selbst die beste Prävention kann nicht immer verhindern, dass durch Hochwasser Schäden entstehen. Es lässt sich nicht einmal stets vermeiden, dass die Schäden auf einem relativ einfach zu verschmerzenden Level bleiben. Und dann? Dann müssen die Versicherungen greifen. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Genf, Obwalden, Schwyz, Tessin, Uri und Wallis obliegt der Versicherungsschutz gegen Elementarschäden privaten Versicherungen. Versicherungen, die das übernehmen und 95% des Schweizer Marktes abdecken, haben sich im Schweizerischen Elementarschaden-Pool zusammengeschlossen. Und sie helfen, wenn es darauf ankommt.
Quellen:
http://www.svv.ch/de/konsumenten/schadenversicherung/der-schweizerische-elementarschaden-pool