Hunde Versicherungen – Schutz vor Kostenexplosionen

Veröffentlicht am 17.07.2012.

Etwa 30 Prozent aller schweizerischen Haushalte halten Tiere, schrieb das Zofinger Tagblatt im September 2011 unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik. Laut HEV Schweiz gibt es in der Schweiz etwa „1.35 Millionen Katzen und eine halbe Million Hunde“, die als Haustiere gehalten werden. Vielen Menschen bringt das Leben mit Haustieren Spass. Aber es bringt auch Kosten für Futter und bisweilen für die medizinische Versorgung des Tieres. Sie können vor allem dann problematisch werden, wenn grössere Operationen anstehen, deren Preis bisweilen schnell einmal 1.000 Franken übersteigt. Um sich für solche Fälle abzusichern, bieten sich Tierversicherungen an: etwa die der Gesellschaft epona, die für diese Versicherzungen spezialisiert ist. 
Hunde-Versicherung am Beispiel der epona
Die Ursprünge des Versicherers epona gehen zurück bis ins Jahr 1901, in dem in Lausanne eine reine Pferdeversicherungs-Gesellschaft gegründet wurde. Im Laufe der Zeit kamen Versicherungs-Angebote für viele weitere Tiere hinzu, sodass epona heute verschiedenste Haus-, Zucht- und Nutztiere versichert. Neben Tieren wie Hunden, Katzen, Kühe, Schafe, Ziegen und Pferden versichert epona beispielsweise auch Emus, Strausse, Lamas und Alpakas. Zudem unterteilt die Gesellschaft etwa die angebotenen Versicherungen für Hunde nochmals in Angebote für Jagd- und für andere Hunde.

Für einen Hund (nicht Jagdhund) umfasst das Versicherungsangebot mit „Tierarztkosten“ und „Todesfallrisiko“ zwei Leistungsbereiche, die miteinander kombiniert werden können (nicht müssen). Im Rahmen der Tierarztkosten-Versicherung übernimmt „epona“ 80% der Behandlungskosten eines Tieres. Ein Prämienbonus von 10% wird denjenigen gewährt, die den Versicherungsschutz 12 Monate lang nicht in Anspruch genommen haben. Wird der Schutz zwei Jahre nicht in Anspruch genommen, gibt es zwanzig, nach drei Jahren 30 und nach vier Jahren 40%. Ist das Todesfallrisiko eingeschlossen, werden dem Halter bei Tod des Tieres 60 bis maximal 80% des finanziellen Wertes ausbezahlt. Abhängig ist der Prozentsatz vom Alter des versicherten Tieres. Angeboten wird auch eine Variante der Versicherung speziell für Mitglieder des Hauseigentümerverbands Schweiz (HEV). Sie erhalten zehn Prozent Rabatt.
Worauf man achten sollte!
Es kann viel Sinn machen, eine Tierversicherung abzuschliessen, um etwa bei einem Hund teure Behandlungskosten finanzieren zu können oder bei einem teuren Rassehund den Todesfall abzusichern. Allerdings gilt natürlich auch bei Tierversicherungen für Hunde: Umsonst gibt es den Schutz nicht. Und je älter ein Hund beim Eintritt in die Versicherung ist, desto höher werden im Allgemeinen die Prämien. Epona macht das an zwei Beispielen deutlich:

Beispiel 1 ist eine zu versichernde 2-jährige Hündin. Die Grundversicherung für Behandlungskosten mit einer Maximalleistung von 2.000 Franken pro Fall und Selbstbehalt von 100 Franken kostet monatlich 47 Franken.

Beispiel 2 ist ein junger Welpe. Die Variante Super ohne Begrenzung auf eine Maximalleistung und mit 500 Franken Selbstbehalt fürs erste Jahr kostet 25 Franken monatlich.

Man wird genau hinschauen müssen, was einem die Versicherung bietet und ob man sie überhaupt in Anspruch nehmen kann. Oftmals haben Tierversicherungen – etwa bei Hunden  – ein Höchstalter für den Versicherungseintritt festgelegt. Bei epona darf der Hund beispielsweise das 4. Altersjahr noch nicht überschritten haben. Bei älteren Hunden steigt natürlich das Risiko gesundheitlicher Probleme. Gerade dann wäre eine Versicherung gut, lässt sich aber kaum noch abschliessen. Grundsätzlich gilt:

Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Leistungen, die von der Versicherung finanziert werden. Hier kann es deutliche Unterschiede zwischen den Versicherungen geben.

Schauen Sie sich die Vertragsdauer an; Tierversicherungen laufen in der Regel nur über eine gewisse Zeit. Die Epona bietet anschliessend eine „stillschweigende Erneuerung von Jahr zu Jahr“. Allerdings hat die Gesellschaft grundsätzlich dennoch die Möglichkeit, einen Vertrag auslaufen zu lassen, wenn ein Hund zu oft erkrankt und Versicherungsschutz in Anspruch genommen wird.

Werfen Sie einen Blick auf mögliche Karenzfristen. Diese Fristen laufen ab Abschluss der Versicherung. Es sind Fristen, in denen der Versicherungsschutz ganz oder teilweise noch nicht gilt.

Überlegen Sie sich, welche Maximalleistung der Versicherung für Ihren Hund angebracht ist. Reichen 2.000 Franken pro Fall? Wollen Sie mehr? Ermöglicht Ihnen die Versicherung überhaupt mehr für Ihren Hund?

Es gibt viele Dinge, die man sich vor Abschluss einer Tierversicherung bei verschiedenen Anbietern anschauen sollte. Ohne einen Versicherungsvergleich sollte man deshalb keine abschliessen.

Quellen:
http://www.epona.ch/images/files/produits/allemand/produits_dom_anicare_d.pdf
http://www.epona.ch/images/files/produits/allemand/produits_dom_chicat_con_d.pdf
http://www.epona.ch/german/prestations-chiens.html (Hauptquelle)
http://www.hev-schweiz.ch/recht-steuern/tierversicherung/
http://www.zofingertagblatt.ch/?srv=blog&id=544377