Julius Bär und der neue Chinafonds

Veröffentlicht am 24.08.2011.

Die Schweizer Privatbanken-Gruppe Julius Bär hat einen neuen Fonds aufgelegt, mit dem sie auf dem chinesischen Aktienmarkt investieren möchte. Der Fonds werde „bestehenden Kunden von Julius Bär die Möglichkeit geben, „breiter und vertiefter als mit anderen Finanzprodukten an der chinesischen Wirtschaftsentwicklung teilzunehmen“, heisst es aus der Privatbanken-Gruppe.
Möglich werden die Investitionen in China durch die so genannte QFII Lizenz, die Julius Bär im Dezember 2010 erhalten hat. „QFII“ steht für "Qualified Foreign Institutional Investors" und ist das staatliche chinesische Programm, das derzeit für ausländische Investoren den Weg in den chinesischen Wertpapiermarkt regelt. Im Rahmen seiner Lizenz hat Julius Bär eine QFII-Quote von 100 Millionen US-Dollar, die in China investiert werden kann. Mit dem neuen Fonds möchte Julius Bär seinen Kunden Zugang zu den A-Aktien-Märkten Chinas ermöglichen. Gehandelt werden diese Aktien, die lange Zeit ausschliesslich von Investoren aus China gekauft werden konnten, in Shanghai und Shenzen. Gerechnet wird bei den A-Aktien in der chinesischen Volkswährung Renminbi, die in der Einheit Yuán gerechnet wird. Ein Schweizer Franken entspricht dabei acht Yuán (Stand: August 2011). Neben den A-Aktien gibt es in China in US-Dollar gehandelte B-Aktien und die H-Aktien an der Börse in Hongkong.
Wichtigster Aktienindex auf dem chinesischen Festland ist der SSE Composite Index. SSE steht dabei für Shanghai Stock Exchange. Im Juni lag der Schlusskurs hier stets zwischen 2.600 und über 2.700 und überstieg im Juli teils die Grenze von 2.800 deutlich. Allerdings hat mittlerweile auch der chinesische Aktienmarkt zu kämpfen. Am 22. August erreichte der Schlusskurs des SSE Composite Index nur die Marke von knapp 2.516.