Krankheit, Unfall... Versicherungen fürs eigene Pferd

Veröffentlicht am 29.11.2011.

Pferdehalter tragen durch ihr Tier verstärkte Risiken, die im Problemfall bisweilen ganz schön ins Geld gehen. Eine der Risiken ist eine auftretende Krankheit des Tieres, die eine aufwändige Operation nach sich zieht.  Krankheit, Tod und Invalidität eines Pferdes lassen sich finanziell durch eine Versicherung absichern. Aber lohnt sich solch eine Versicherung?

Todesfall und Invalidität bei Pferden

Eine Pferdeversicherung wird beispielsweise von der Gesellschaft Epona in zwei Varianten angeboten, die entweder bei Invalidität oder Tod des Tieres greift oder aber Behandlungskosten übernimmt. Beide Varianten lassen sich auch miteinander kombinieren. Bei der Todesfall- oder Invaliditätsversicherung kann der Versicherte für sein Tier zwischen drei Varianten wählen:
Variante "A" zahlt nur bei Invalidität oder Tod durch Unfall,
Variante "B" bei Unfällen oder akuten Krankheiten,
Variante "C" zusätzlich bei chronischen Krankheiten.
Allerdings ist bei allen Varianten eine Reihe von Zusatzrisiken ausgeschlossen, sofern sie nicht extra in die Versicherung aufgenommen wurden. Zu diesen Zusatzrisiken zählen etwa Tod oder Invalidität durch Feuer und Blitzschlag oder von Sportpferden, die springen, an Flach-, Hürden oder Trabrennen oder an Military-Veranstaltungen teilnehmen.

Behandlungskosten

Wird das Modul Behandlungskosten in die Versicherung geschnürt, so übernimmt die Versicherungsgesellschaft unter anderem tierärztliche Honorare, Kosten für Laboruntersuchungen sowie chirurgische Eingriffe. Ausgeschlossen sind neben anderen Behandlungen etwa die "Kosten für die Trächtigkeit, Geburt, Kastration oder Sterilisation und deren Folgen" sowie "Behandlungskosten von Missbildungen, Gebrechen, Fehlern und Mängeln, Krankheiten und Leiden... und deren Folgen, welche bei Abschluss der Versicherung bestehen oder vor Ablauf der Karenzfristen auftreten". Ausgeschlossen werden auch Zusatzrisiken, etwa durch Dressur, Springen, Rennen und Military. Auch hier lassen sich Zusatzrisiken allerdings gesondert in die Versicherung aufnehmen, was allerdings die zu zahlenden Prämien erhöht. Die Preise für solch eine Versicherung beginnen bei siebzehn Franken pro Monat, wobei diese Variante nur bei Unfällen greift. Die teuerste Variante kostet monatlich 96 Franken. Betreibt das versicherte Pferd Dressursport, steigt die monatliche Prämie um zehn Prozent. Beim Springen sind es zwanzig, bei Rennen und Military fünfzig Prozent.
Die Epona-Variante ist nur ein Beispiel einer Versicherung für Pferde. Es gibt weitere. Auch hier gilt: Man sollte vergleichen, bevor man eine Versicherung abschliesst. Und man sollte genau überlegen, welcher Versicherungsschutz für das eigene Pferd sinnvoll ist. Nicht alles lohnt sich für alle Tiere. Mehr Schutz = höhere monatliche Kosten. Diese Gleichung gilt auch bei Pferde-Versicherungen. Sie können sich lohnen. Aber sie lohnen sich nicht zwangsläufig immer.