Mit Lebensqualität altern: Gerontopsychologie

Veröffentlicht am 11.09.2014.

Möglichst gesund zu sein, ist für viele Menschen eine Bedingung, um das Leben im fortgeschrittenen Alter zu geniessen. Ein gutes finanzielles Auskommen trägt ebenfalls einiges dazu bei. Aber auch die innere Einstellung spielt eine Rolle. Der Gerontopsychologe Professor Dr. Mike Martin bezeichnet gesundes Altern in der Kundenzeitschrift „aktuell“ des Versicherers SWICA beispielsweise als aktiven Prozess, der eine Eigenleistung des Individuums erfordert. Gerontopsychologie ist eine Variante der Psychologie, die psychologische Begleiterscheinungen des Alterns erforscht, und kann Menschen bei dieser Eigenleistung helfen.
Ein paar Worte zur Gerontopsychologie
Das Psychologische Institut Gerontologie und Gerontopsychologie der Universität Zürich definiert folgende Aufgabe der Gerontopsychologie: „die Beschreibung und Erklärung der Veränderungen von Strukturen und Prozessen über die gesamte Lebensspanne, die menschliches Erleben und Verhalten bis ins extrem hohe Alter bedingen“.
Als Elemente von herausgehobener Bedeutung bezeichnet das Institut dabei „die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung im höheren Erwachsenenalter sowie die Wechselwirkungen mit gesellschaftlichen, sozialen und räumlichen Rahmenbedingungen“. Gerontopsychologie ist ein Teilgebiet der Gerontologie, die die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften auf Infostelle.ch als die Wissenschaft vom Altern und vom Alter bezeichnet.
Welche Praxisbereiche die Arbeit von Gerontopsychologen umfassen kann, verrät beispielsweise der Flyer „Gerontopsychologie“ vom gleichnamigen Fachkreis des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen: Neben psychologischer Beratung und Therapie auf individueller Ebene geht es auch darum, etwas zu Projekten beizutragen, die über die Probleme des Individuums hinausgehen. Es geht dabei um allgemeine Themen wie Wohntechnik für Senioren, Mobilität, Zugang zum Internet und Kriterien für eine seniorengerechte Kommune. Anders ausgedrückt: Es geht um zahlreiche Bausteine, die gemeinsam Menschen auch im hohen Alter möglichst grosse Chancen auf eine hohe Lebensqualität sichern.
Trotz Einschränkungen hohe Lebensqualität
Das persönliche Wohlbefinden beinhaltet mehrere, sich im Lauf des Lebens verändernde Zielsetzungen, weshalb betagte Menschen trotz steigender Einschränkungen ein hohes Mass an Lebensqualität empfinden, schreibt Professor Dr. Mike Martin im SWICA Magazin. Er wählt hier das Bild eines Orchesters (Mensch), das verschiedene Musiker (Fähigkeiten) einsetzt, um erfolgreich einen harmonischen Gesamtklang (Lebensqualität) anzustreben. Im Verlauf des Lebens sorgen Herausforderungen wie eine mehr oder weniger steigende Zahl von Einschränkungen im Alter dafür, dass sich die Zusammensetzung des Orchesters verändern muss, um einen neuen harmonischen Gesamtklang zu erzeugen.
Der gesunde Geist im gesunden Körper
Körper und Geist lassen sich nie völlig losgelöst voneinander sehen. Körperliche, dem Alter angemessene Fitness stärkt oftmals auch das geistig-seelische Wohnbefinden. Natürlich lässt sich das Körperliche in Form von Fitness und Gesundheit nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, aber man kann die Chance auf einen hohen Grad an Fitness beispielsweise durch passenden Sport bis ins hohe Alter steigern. Und wer auf Sport setzt, kann sich durch Abschluss einer passenden Zusatzversicherung bei einer Zusatzversicherung, die Fitnessangebote fördert, auch Impulse geben, solche Angebote fortwährend in Anspruch zu nehmen. Auch das kann wichtige Aufgabe einer Versicherung sein.
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