Mitfahrgelegenheiten: Wie sind mitfahrende Personen versichert?

Veröffentlicht am 13.10.2014.

Sie schonen nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt: Mitfahrgelegenheiten. Zudem hat man während eine kürzeren oder längeren Autofahrt die Möglichkeit, neue interessante Menschen kennen zu lernen. Mitfahrgelegenheiten sind eine günstige Alternative zur Bahn oder einem eigenen Auto, sei es für den Arbeitsweg oder die Anreise in den Urlaub. Gerade wenn man öfters Mitfahrer im eigenen Auto dabei hat, sollte man sich über die Deckung der Autoversicherung im Falle eines Unfalls im Klaren sein. Beispielsweise ist es sinnvoll, eine Insassenversicherung zu besitzen.
Mitfahrgelegenheiten: Die Vorteile liegen auf der Hand
Vor allem Berufspendler kennen die Nachteile des Autofahrens. Täglich verliert man wertvolle Zeit dadurch, dass der Verkehr nur langsam vorwärts geht. Der Grund für Staus ist ganz einfach: Zu viele Autos auf den Strassen. Dabei ist ein Fahrzeug durchschnittlich nur mit 1,1 Personen besetzt, wie auf der Plattform gesundes-haus.ch zu lesen ist. Dies bedeutet, dass für 50 Personen, die unterwegs sind, 45 Autos benötigt werden. Mitfahrgelegenheiten können hier Abhilfe schaffen. Weniger Autos auf den Strassen bedeutet weniger Staus und zudem weniger Abgase, welche der Umwelt schaden.
Grundsätzlich schützt die Haftpflichtversicherung 
Allerdings sollte man sich über die Versicherungsdeckung für Mitfahrende im Klaren sein, wenn öfters weitere Personen im Auto mitfahren. Werden bei einem Unfall Mitfahrende verletzt, sind diese grundsätzlich durch die Haftpflichtversicherung des Autohalters geschützt, wenn dieser haftbar gemacht werden kann. „Diese deckt sämtliche Schäden, die der Mitfahrer im Zusammenhang mit dem Unfall erleidet (Lohnausfall, Kosten im Zusammenhang mit einer eventuellen Invalidität, Schmerzensgeld)“, wie der K-Tipp auf seiner Homepage schreibt.
Insassenversicherung empfehlenswert
Eine Insassenversicherung wird dadurch jedoch nicht hinfällig. Nach einem Unfall kann es eine gewisse Zeit dauern, bis alle haftpflichtrechtlichen Abklärungen abgeschlossen sind. Dies bedeutet, dass die Geschädigten auf ihr Geld warten müssen. Besitzt man eine Insassenversicherung, entfällt diese Unsicherheit. Diese Versicherung ist nämlich eine Summenversicherung. Dies bedeutet, dass diese bei einem Unfall die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme erbringt, ohne dass zuerst die Frage der Haftbarkeit abgeklärt werden muss, wie auf dem Vergleichsportal autoversicherung-vergleich.ch zu lesen ist
Bietet man zudem fremden Personen Mitfahrgelegenheiten an, ist man über deren Unfall-Versicherungsdeckung oftmals im Ungewissen. Besitzt man eine Insassenversicherung, spielt dies keine Rolle. Mitfahrende können durch diese Versicherung wahlweise mitversichert werden. Gedeckt sind dann gemäss der Homepage des Schweizerischen Versicherungsverbandes „Personenschäden, die infolge eines Unfalles bei der Benützung des versicherten Fahrzeuges an der versicherten Person oder den versicherten Personen entstehen“. Versichert werden können sowohl Heilungskosten als auch Invaliditäts-/Todesfall-Kapital und Spitaltaggelder. Ein weiterer Vorteil dieser Versicherung besteht darin, dass die Leistungen zusätzlich zu den anderen Versicherungen ausbezahlt werden, auch wenn eine Überdeckung besteht, wie der SVV weiter schreibt.