Mobi: 323.000 Franken für Hochwasserschutz in Wynigen

Veröffentlicht am 13.03.2014.

Wynigen gehört als Gemeinde zum Verwaltungskreis Emmental im Kanton Bern. Viele Jahre lang blieb der kleine Ort von Hochwasser verschont, ehe er im Halbjahr 1/2007 gleich zweimal getroffen wurde. Beide Male trat der Kappelenbach über seine Ufer und machte Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz sehr deutlich. Im November 2013 entschied sich die ausserordentliche Hauptversammlung der Schwellenkorporation deshalb für den Bau eines Erddamms, durch den ein Rückhaltebecken zum Schutz der Gemeinde entsteht. Der Versicherer Mobiliar unterstützt das Projekt mit 323.000 Franken. Es ist das siebte von Mobi unterstützte Hochwasser-Schutzprojekt in der Region.

Hochwasser in Wynigen

Hochwasser ist in Wynigen keineswegs etwas Neues, auch wenn der Ort vor 2007 eine Weile lang verschont geblieben ist. „Am 9. Juni 1788 nahmen die Gnädigen Herren 'mit besonderm Bedauern' zur Kenntnis, dass am Abend des Vortages, etwa um 6 Uhr, derart heftige Regenfälle über Wynigen niedergingen, dass der Dorfbach über die Ufer trat“, heisst es beispielsweise in der auf Wynigen.ch online dokumentierten Chronik des Ortes. Damals liefen viele Keller voll Wasser, wurden Zäune weggerissen und mit der Frau des damaligen Schulmeisters Urs Christen verlor auch ein Mensch sein Leben. Die einzige Überschwemmung, die Wynigen in seiner Geschichte erlebte, war das nicht. Aber wie bereits geschildert: Es gab durchaus auch Zeiten der Ruhe. Als Wynigen 2007 gleich zweimal kurz hintereinander von Hochwasser getroffen wurde, beendete das eine rund 60 Jahre andauernde hochwasserfreie Phase.
Einiges von dem, was 2007 in Wynigen geschah, hat die Feuerwehr Wynigen-Rumendingen auf ihrer Website dokumentiert. So kam es laut Dokumentation am 21. Mai  2007 nach heftigen Regenfällen zu vielen Schadensmeldungen aus der Gemeinde Wynigen. Ausführlicher sind die Informationen über das Hochwasser am 21. Juni desselben Jahres. Hierzu findet man auf der Website der Feuerwehr einen Bericht des Betroffenen Beat Bögli. Veröffentlicht wurde der Bericht damals von Espace Media. „Weiter unten im Dorf wurde eine grosse Anzahl von Wohnungen und Kellern überflutet“, heisst es unter anderem in ihm über das zweite Hochwasser des Kapellenbachs innerhalb kurzer Zeit.
„Am 21.06.2007 liessen sintflutartige Regenfälle den Kappelenbach zu einem reissenden Fluss anschwellen, der sich seinen Weg mitten durchs Dorf bahnte. Das Unwetter verursachte Sachschäden in Millionenhöhe“, berichtete die Gemeinde selbst. Beide Hochwasserfälle waren Anlass, für die Zukunft Schutzmassnahmen zu planen. Die Durchführung der Massnahmen wurde im November 2013 beschlossen.

Hochwasserschutz mit Hilfe von Mobi
Die Schutzmassnahme mit Erddamm und Rückhaltebecken, die Wynigen künftig vor grossflächigen Überschwemmungen schützen soll, verursacht Gesamtkosten von 2,3 Millionen Franken. Davon muss die Gemeinde selbst 646.000 Franken tragen. Der Beitrag der Mobi liegt bei 323.000 Franken. Im Frühjahr 2014 sollen die Bauarbeiten beginnen. Geht alles nach Plan, sind sie im Herbst 2014 abgeschlossen.
In der Region rund um Wynigen hat sich die Mobi jetzt zum siebten Mal an einem Hochwasserschutz-Projekt beteiligt. Vor Wynigen profitierten Fraubrunnen, Büren zum Hof, Münchringen, Bätterkinden, Burgdorf und Lyssach vom Engagement des Versicherers, der hier mittlerweile insgesamt über 1,4 Millionen Franken investiert hat. Aber Mobi engagiert sich auch anderswo. Seit dem Hochwasser 2005 hat der Versicherer nach eigenen Angaben „zur Unterstützung von Präventionsprojekten insgesamt 30 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt“. Bisher hat die Mobiliar schweizweit 67 Projekte unterstützt, weitere sind in Prüfung, berichtet die Mobiliar weiter.
Wer bei Vorsichtsmassnahmen gegen Hochwasser nicht alleine auf Prävention setzen möchte, kann bei der Mobiliar die Versicherung „MobiCasa“ abschliessen. Sie bietet die Möglichkeit, bis zu sechs Versicherungen für Gebäude, Haustiere und Vertragsrechtsschutz in eine einzige Police zu integrieren. So wird ein sehr individueller Versicherungsschutz möglich, der sich sehr gut auf den Schutzbedarf des jeweiligen Versicherten zuschneiden lässt. Der Abschluss von bei Hochwasser greifenden Versicherungen kann und soll gemeinschaftliche Prävention nicht ersetzen. Aber als ergänzender Individualschutz kann er sehr nützlich sein.

Link zum Text: Schwellenkorporation