Mobiliar startete Pilotprojekt zur Einbruch-Prävention

Veröffentlicht am 09.01.2015.

Die Mobiliar hat diese Woche ein Pilotprojekt zur Prävention von Einbrüchen gestartet. In La Chaux-de-Fonds patroullieren bis nächste private Sicherheitsleute. Das Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob durch eine erhöhte Präsenz der Securitas die Anzahl der Einbrüche reduziert werden kann. Denn Einbrüche sind nicht nur mühsame Angelegenheiten für die Hausbewohner, sondern kommen auch die Versicherungen jedes Jahr teuer zu stehen. 
Schweiz: Um die 40'000 Einbrüche pro Jahr
Das wissenschaftliche Projekt der Mobiliar wird in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich durchgeführt. Die Hochschule wertet anonyme Schadensdaten der Mobiliar aus, wie bernerzeitung.ch in einem Artikel vom 08.01.2015 schreibt. Die Zahl der verübten privaten Einbruch- und Einschleichdiebstähle hält sich konstant hoch. 2013 registrierte das Bundesamt für Statistik (BfS) 38'903 Fälle. 2012 waren es mit 41'324 zwar etwas mehr, im Vergleich mit zwei Jahren zuvor (34'109 im Jahre 2011) ist die Anzahl vorletztes Jahr jedoch wieder gestiegen. Solche Diebstähle verursachen hohe Kosten, vor allem bei den Versicherungen. Die Mobiliar bezifferte die Schadensumme durch Einbrüche auf 55 Millionen Franken für die ersten neun Monate 2014, wie auf bernerzeitung.ch weiter zu lesen ist. Am meisten Einbrüche wurden letztes Jahr in La Chaux-de-Fonds verzeichnet. Deshalb wurde dieser Ort für die Durchführung des Projektes ausgewählt.
Tipps: Vorsichtsmassnahmen um Einbrüchen vorzubeugen
Ob die Einsätze der Securitas Auswirkungen die Anzahl der Einbrüche reduzieren kann, wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall macht der grösste Haushaltversicherer der Schweiz mit diesem Projekt einen Schritt in die richtige Richtung. Denn Massnahmen zum Einbruchschutz müssen unbedingt vermehrt statt finden. Auch wenn Einbrüche grundsätzlich durch die Hausratversicherung gedeckt sind, sind solche Vorfälle mit unnötigen Umtrieben verbunden. Deshalb lohnt es sich, einige Vorsichtsmassnahmen zu treffen, um Einbrüche verhindern zu können. Dazu gehören folgende Dinge:
Das Haus sichern: Dazu gehören Fenster, Türen, Nebeneingänge, Kellerfenster und Lichtschächte
Abwesenheit nicht Verraten: Keine Notizen an die Haustür hängen, keine Nachricht über die Abwesenheit auf den Anrufbeantworter sprechen und den Briefkasten regelmässig leeren lassen
Den Eindruck Vermitteln, man sei zu Hause: Licht brennen lassen und Nachbarn bitten, ab und zu nach der Wohnung oder dem Haus zu schauen
Keinen Schlüssel deponieren: Weder unter der Fussmatte, noch unter einem Blumentopf
Mobiliar: Gefahrenkarte für Einbrüche
Besonders in Quartieren, in denen häufiger Einbrüche stattfinden, sind diese Massnahmen unbedingt zu beachten. Um herauszufinden, welche Wohngebiete besonders oft durch Einbrecher heimgesucht werden, ist die Mobiliar momentan dabei, in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich eine so genannte Gefahrenkarte für Einbrüche zu erarbeiten. Bruno Kuhn, Leiter Versicherungen bei der Mobiliar erklärt gegenüber srf.ch: «Man wird beispielsweise sehen, dass es in einem bestimmten Quartier eine erhöhte Einbruchfrequenz gibt – dies aufgrund von Daten über verschiedene Jahre hinweg». Diese Karte soll als weitere Präventionsmassnahme dienen. Sie soll bald als App der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Link zum Text: Einbruch- und Einschleichdiebstähle, Einbruch