Mobiliar – weniger Lebensversicherungen verkauft

Veröffentlicht am 20.09.2013.

Die Mobiliar konnte ihren konsolidierten Gewinn im ersten Halbjahr 2013 - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - leicht steigern. Während sie 198,3 Millionen Euro im Halbjahr 1/2012 als Gewinn verzeichnet hatte, waren es 1/2013 insgesamt 200,6 Millionen Franken. Die Bereiche Nicht-Leben und Lebensversicherung haben dabei jedoch sehr unterschiedlich zum Ergebnis beigetragen. Während der Bereich „Nicht-Leben“ von 169,9 Millionen auf 184,4 Millionen Franken gesteigert wurde, kam es bei den Lebensversicherungen zu einem Minus von 28,4 auf 16,2 Millionen Franken.

Weitere Zahlen der Mobiliar

Beim Prämienvolumen verzeichnete die Mobiliar ein Wachstum um 2,1% auf etwas über 2,3 Milliarden Franken. Noch deutlich stärker war das Prämien-Plus mit plus 5% im Nichtlebengeschäft, in dem das Prämienvolumen etwa 1,72 Milliarden Franken erreichte, während es im Lebengeschäft bei 578,4 Millionen Franken lag. Der Schadensaufwand des Versicherers lag im Halbjahr 1/2013 trotz häufigerer Elementarschäden im Mai und vor allem im Juni niedriger als im Vergleichszeitraum. Bei den Lebensversicherungen gab es ein Minus von -5,6%. „Stark rückläufig war der Gesamt-Lebensversicherungsmarkt im Geschäft mit Einmalprämien in der privaten Vorsorge“, berichtet die Mobiliar. Die Mobiliar sieht die Gründe dafür im aktuellen Wirtschaftsumfeld mit einer verstärkten Nachfrage nach Vollversicherungslösungen, die von der Mobiliar nicht angeboten werden.

Weitere Ergebnisse der Mobiliar: eine reduzierte Nachfrage nach gemischten Versicherungen aufgrund tieferer Garantiezinsen sowie eine leicht ausgebaute Marktführerschaft im RisikoLebengeschäft. Neuigkeiten

gibt es bei den fondsgebundenen Sparversicherungen: Hier wird die Mobiliar im Herbst 2013 eine neue Variante mit Garantie herausbringen. „Mit der Repatriierung der MobiFonds von Luxemburg in die Schweiz, die am 5. Juli 2013 erfolgreich abgeschlossen wurde, verfügt die Mobiliar nun über eine eigene Fondsverwaltung für die anlagegebundenen Lebensprodukte. Alle MobiFonds werden direkt durch die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG verwaltet“, berichtet der Versicherer weiter zu seinen Fondsaktivitäten.

Die Versicherten werden am Erfolg beteiligt

Die Mobiliar bezeichnet sich auf ihrem Webauftritt als „die einzige grosse schweizerische Versicherungsgruppe im alleinigen Besitz einer Genossenschaft“. Das bedeutet, dass der Versicherer anstelle von Aktionären die Versicherten am Geschäftserfolg beteiligt. Laut Mobiliar CEO Markus Hongler wird das auch nach Bekanntwerden des Halbjahresergebnisses geschehen. „Zurzeit vergünstigen wir die MobiCasa Haushalt- und Gebäudeversicherungen um 20%. Insgesamt fliessen rund 140 Millionen Franken an die Versicherten zurück“, berichtet er in der Pressemitteilung zum Halbjahresergebnis.