Physiotherapie für Hunde nach der OP – wer zahlt?

Veröffentlicht am 21.02.2014.

Wie beim Menschen kann Physiotherapie auch beim Hund nach manch einer Operation die Heilungszeiten verkürzen und/oder Heilungschancen verbessern. Aus diesem Grund sollte man bisweilen darüber nachdenken, dem operierten Hund solch eine Nachbehandlung zu gönnen. Je nach abgeschlossener Tierversicherung, beteiligen sich Versicherer an den Kosten.
Die Physiotherapie nach der OP
Eine Physiotherapie kann beispielsweise dann eine sinnvolle Rehabilitationsmassnahme für einen Hund sein, wenn er am Rücken, an der Hüfte, den Knien oder aufgrund von Knochenbrüchen operiert wurde. Nach einer OP, die den Bewegungsapparat betrifft, kommen viele unterschiedliche Behandlungsformen für den Vierbeiner in Frage. Zu ihnen gehören Bewegungstherapien, Massagen, aber auch Therapien aus der Alternativmedizin wie etwa Chiropraktik und Akupunktur. Die Seite Physiowiss.ch definiert die Physiotherapie bei Menschen wie folgt: „Physiotherapeutinnen erbringen Leistungen an und für Personen, um eine grösstmögliche Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Menschen über das ganze Leben hinweg zu entwickeln, zu erhalten und wiederherzustellen.“ Was hier für die Therapie mit Menschen definiert ist, gilt im Prinzip auch für die Physiotherapie bei Hunden. Vieles, was zu einer verbesserten Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des tierischen Bewegungsapparats beiträgt, kann dazugehören.
Oftmals ist eine Operation nur ein erster und wichtiger Schritt, dem weitere Schritte folgen müssen, damit das Leiden eines Hundes optimal therapiert wird. Ein Instrument für die Physiotherapie ist beim Hund das Unterwasserlaufband, bei dem der Hund läuft, während Wasser seinen Körper entlastet. Das Laufbandtraining gehört, wie die Unterwassermassage, zu den sogenannten Hydrotherapien. Weitere Therapien sind Massagen sowie Elektrotherapien (z.B. Unterdruckmassage) und durch Geräte gestützte Therapien, in der beispielsweise Balance-Kreisel oder Ballkissen zum Einsatz kommen. Gute Hunde-Physiotherapeuten orientieren sich bei der Auswahl der Therapiemethoden exakt am Hund und an seinen individuellen Bedürfnissen.
Physiotherapie ist nicht nur nach einer OP empfehlenswert
Die Physiotherapie für den Hund ist natürlich nicht alleine für die Rehabilitation nach einer OP geeignet. Letztlich kann sie bei vielen Formen von Problemen am Bewegungsapparat des Hundes helfen, sowohl bei solchen, die eine vorherige OP empfehlenswert machen, als auch bei anderen, bei denen die Physiotherapie ohne vorherige OP eine sinnvolle Therapie ist. Das kann beispielsweise bei einer im Alter entstehenden Arthrose aufgrund einer Abnutzung der Fall sein. Nicht zuletzt wird die Physiotherapie oftmals auch als Prophylaxe beim Hund angeboten, um Schäden am Bewegungsapparat vorzubeugen.
Manche Tierversicherung zahlt die Physiotherapie danach
Die Physiotherapie kann sehr sinnvoll für einen Hund sein: mit oder ohne vorherige OP, als Therapie oder Prävention. Einige Tierversicherungen beteiligen sich unter Umständen an den Kosten einer Physiotherapie, aber nicht alle machen das. So übernehmen reine OP-Versicherungen in der Regel keine Kosten für eine physiotherapeutische Nachsorge. Andere Tierversicherungen, die einen Teil der Kosten einer Physiotherapie beim Hund nach einer Operation übernehmen, finanzieren nicht automatisch auch eine Physiotherapie OHNE vorherige OP. Man wird also genau schauen müssen, ob und falls ja, wann eine Tierversicherung eine Physiotherapie bezahlt. Zugleich sollte man natürlich auf die Preise der Versicherungen achten und muss einschätzen, für welche Leistungen man welche Mehrkosten akzeptieren würde. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist hier in jedem Fall sehr ratsam.
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