Richtige Zahnpflege – was gibt es zu beachten?

Veröffentlicht am 08.11.2013.

Nicht nur die Häufigkeit des Zähneputzens ist entscheidend für eine gute Zahnpflege, sondern auch die Wahl der Zahnbürste, der Zahnpasta, Zahnseide und der Mundspülung. Darauf weist aktuell der Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer RVK hin und rät Eltern zudem dazu, bei ihren Kindern frühzeitig mit der Zahnpflege zu beginnen. Neben den Eltern gibt es noch andere Akteure, die sich für die Zahngesundheit Schweizer Kinder verantwortlich zeigen. Grundsätzlich sind Zähne der Kinder in der Schweiz, verglichen mit anderen Industrienationen – überdurchschnittlich gesund, berichtet etwa die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft und nennt als eine wesentliche Ursache die Schulzahnpflege. Das klingt gut. Aber auf Erfolgen sollte man sich nicht ausruhen und der Zahngesundheit sollte auch in Zukunft ausreichende Aufmerksamkeit geschenkt werden: bei Erwachsenen, aber auch oder vor allem bei Kindern.
Richtige Zahnpflege – Tipps der RVK
„Kurzer Kopf, Kunststoffborsten mit abgerundeten Enden und mittlere Borstenstärke“: So sieht die richtige Zahnbürste für gute Zahngesundheit aus, berichtet der RVK in seinen Gesundheits-News auf „Krankenversicherer.ch“ (Nachricht vom 22.10.2013). Für die Inhaltsstoffe einer guten Zahnpasta hat der RVK ebenfalls Tipps: „Fluoride, Schleifkörper, Tenside (schaumbildende Materie) und Mischungen von antibakteriellen oder zahnhärtenden Extrakten“ sollten enthalten sein, wobei nicht zuletzt auch der Geschmack der jeweiligen Paste eine Rolle bei der Produktauswahl spielt. Allerdings sollte der Geschmack die anderen Auswahlkriterien beim Zahnpasta-Kauf nicht überlagern. Schließlich kommt es vor allem auf die reinigende Wirkung an. Noch mehr Produkte für Zahngesundheit? Als Ergänzungen, jedoch nicht als Ersatz von Zahnbürste und Zahnpasta eignen sich Mundspülungen und Zahnseide, schreibt der RVK.
Oftmals ein Streitpunkt, auch unter Experten, ist die richtige Zahnputzmethode. Der RVK nennt hier etwa die KAI-, Bass-, Stillman- oder Charters-Methode als Beispiele und betont, dass die Effektivität der jeweiligen Varianten äußerst kontrovers diskutiert wird. Vorgestellt werden einige der Zahnputztechniken beispielsweise auf der Website Optimale-Zahnbehandlung.ch der Opti-Dent GmbH. Die Bass-Technik mit einem im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleisch gerichteten Borstenfeld der Zahnbürste wird dort als die „gebräuchlichste der empfohlenen Zahnpflege bzw. Zahnputztechniken bei gesundem Zahnfleisch“ bezeichnet, eignet sich aber auch gut bei Zahnfleischentzündungen und „leichten Erkrankungen des Zahnhalsapparates“. Bei der Bass-Technik liegt das Borstenfeld der Zahnbürste teils auf dem Zahnfleisch und teils auf der Zahnoberfläche, wobei in jedem Zahnabschnitt etwa zehn „rüttelnde Hinbewegungen und Herbewegungen“ folgen, heißt es auf Optimale-Zahnbehandlung.ch.
Zahnpflege bei Kindern
Die Zahngesundheit Schweizer Kinder ist vergleichsweise gut und die Schulzahnpflege hat einen nicht unerheblichen Anteil daran, schreibt die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO. Laut ihres Magazins „Zähne“ (Nummer 21, Frühjahr 2013) lassen sich dank der Schulzahnpflege jährlich 200 bis 400 Millionen Franken Karies-Behandlungskosten einsparen. Das SSO Magazin warnt zugleich davor, künftig an der Schulzahnpflege zu sparen, um die positiven Auswirkungen nicht zu gefährden. Aber die Schulzahnpflege alleine reicht nicht aus, um den Schweizer Kindern optimale Zahngesundheit zu sichern. Dazu muss früher angesetzt werden. Sobald der erste Milchzahn beim Kleinkind gekommen ist, sollte Zahnpflege beginnen, rät der RVK. Zudem sollte man den Kindern frühzeitig das Zähneputzen beibringen. Den Eltern kommt hier eine wichtige Rolle zu.
Möchten Eltern ihren Kindern optimale Voraussetzung für eine gute Zahngesundheit sichern, kommen neben passendem Verhalten passende Zahnzusatzversicherungen der Krankenkasse in Frage. Eine dieser Versicherungen stammt vom Versicherer Aquilana und bietet eine Deckung von bis zu 3.500 Franken pro Kalenderjahr für nicht unfallbedingte zahnärztliche Behandlungen, so etwa für „diagnostische und therapeutische Maßnahmen, Zahnregulierungen bei Kindern und Jugendlichen bis zum 25. Altersjahr, Prophylaxe und Kontrolle, konservierende sowie prothetische Behandlungen“ sowie zahntechnische Leistungen im Labor. Die Versicherung existiert in den Abstufungen ZV I mit Übernahme von 30% der gesamten Behandlungskosten bis zu maximal 1.000 Franken pro Kalenderjahr, ZV II mit Übernahme von 60% der gesamten Behandlungskosten bis zu maximal 2.500 Franken/Kalenderjahr und der Kombination „ZV I + ZV II“, bei der 90% der gesamten Behandlungskosten bis zu maximal 3.500 Franken pro Kalenderjahr übernommen werden. Solche Zusatzversicherungen können die richtigen Bausteine für eine optimale Zahnpflege von Kindern sein, aber nicht nur von Kindern: auch von Erwachsenen.
Link zum Text: sso.ch