Sanitas, Groupe Mutuel und Helsana fordern mehr Wettbewerb

Veröffentlicht am 23.08.2011.

Im Juli 2011 haben die drei großen Krankenkassen Sanitas, Groupe Mutuel und Helsana die Allianz Schweizer Krankenversicherer (ASK) ins Leben gerufen. Mit diesem Verbund wollen sie für mehr Wettbewerb und weniger staatlichen Eingriff im Gesundheitssektor kämpfen.
Aufgrund der staatlichen Neuregelungen im Gesundheitswesen hat sich die Situation für die Bürger und die Krankenversicherer grundlegend verändert. Die Krankenkassen sind der Ansicht, der Staat habe durch seine Regulierungen dafür gesorgt, dass Bürger keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen können. Darüber hinaus haben die Kassen bisher nicht die Möglichkeit, ihren Kunden individuelle Versicherungsmodelle anzubieten. Aus diesem Grund haben die drei Schweizer Krankenkassen Sanitas, Groupe Mutuel und Helsana die Allianz Schweizer Krankenversicherer (ASK) gegründet.
Gemeinsam wollen die Kassen gegen den staatlichen Eingriff in das Gesundheitssystem vorgehen. Die Krankenversicherer fordern für den Gesundheitssektor in Zukunft einen Wettbewerb, wie er bereits in allen anderen Wirtschaftszweigen besteht. Jeder Bürger soll dadurch das Recht haben, eine maßgeschneiderte Krankenversicherung nach seinen individuellen Bedürfnissen abzuschließen. Die Krankenversicherer könnten dann verschiedene Versicherungsmodelle auf den Markt bringen, die diesen verschiedenen Bedürfnissen entsprechen.
Gleichzeitig fordern die Krankenversicherer, zukünftig Gewinne erzielen zu dürfen. Die Verpflichtung der Krankenkassen zu einer Grundversicherung bleibt nach wie vor erhalten. Mit Gründung der Allianz Schweizer Krankenversicherer soll der Krankenkassen-Dachverband santésuisse nicht ersetzt werden. Vielmehr möchten die Mitglieder des neuen Verbunds eine zusätzliche diplomatische Achse im Gesundheitswesen, bieten. Sanitas hat allerdings angekündigt, aus dem Dachverband santésuisse auszutreten. Groupe Mutuel und Helsana haben das nicht vor.