Schulden? Einsparpotenziale bei Versicherungen nutzen

Veröffentlicht am 19.01.2015.

Einer von vier Schweizern hat am Monatsende kein Geld mehr zur Verfügung, nachdem er seine Rechnungen bezahlt hat. Das geht aus dem Payment Report 2014 des Unternehmens Intrum Justitia hervor, das seit über 40 Jahren in der Schweiz tätig ist und Vertretungen in 20 Ländern sowie ein globales Partnernetzwerk unterhält.
Wer merkt, dass er kaum mit seinem Geld auskommt, sollte schauen, wo sich Kosten vermindern lassen. Hilfe bieten dabei beispielsweise Preisvergleiche für Strom und Heizangebote sowie Krankenkassenvergleiche. Bisweilen erhält man dieselben Leistungen, die man aktuell von einem Anbieter bezieht, nämlich bei einem anderen Anbieter preisgünstiger. Wer das mit dem Sparen nicht alleine schafft, sollte sich Hilfe bei einer Schuldnerberatung mit Angeboten in der Schuldenprävention suchen.
Besonders Jüngere möchten Aufklärung im Umgang mit Geld
Insgesamt „45% der Schweizer Befragten geben an, dass sie in den vergangen 6 Monaten Rechnungen aus Geldmangel nicht rechtzeitig bezahlen konnten“, heisst es in der Pressemitteilung zur Intrum Justitia Studie. Dennoch, so die Mitteilung weiter, bescheinigen sich 60% der Schweizer Befragten eine gute oder sehr gute Kontrolle über ihre finanziellen Ausgaben. Auf der anderen Seite gaben immerhin 24% der jungen Befragten im Alter von 15 bis 24 Jahren an, eine bessere Aufklärung im Umgang mit Geld zu benötigen. Insgesamt wurden für die 2014 zum zweiten Mal durchgeführte Studie von Intrum Justitia über 20.000 Befragte in 21 Ländern befragt.
Verschuldung: Es gibt Risikofaktoren für Junge
„Die Mehrheit der jungen Erwachsenen geht verantwortungsbewusst mit Geld um“, berichtete das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) im Dezember 2013 auf Basis der Studie „Wirkt Schuldenprävention?“ von der Hochschule Luzern. Allerdings gibt es viele Faktoren, die bei den Jüngeren ein erhöhtes Schuldenrisiko bergen. Das SRF nennt hier eine abgebrochene Ausbildung, einen fehlenden Berufsabschluss, ein geringes Einkommen sowie ein tiefes Selbstwertgefühl und „eine enge Bindung an materialistisch orientierte Gleichaltrige“. Umgekehrt bieten Eigenschaften wie „Selbstvertrauen, die Fähigkeit (eigene) Belohnungen aufzuschieben und Selbstkontrolle“ eine gewisse Sicherheit vor Überschuldung, berichtet das SRF weiter.
Vergleichen hilft Einsparen
Finanzielle Hauptsorgen der Schweizer sind die Gesundheitskosten, Versicherungsausgaben und die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes, schreibt Intrum Justitia in der Pressemitteilung zum Payment Report. Gerade bei den Gesundheitskosten und den Ausgaben für andere Versicherungen lässt sich aber durch einen Vergleich der Angebote oft sehr einfach Geld sparen. Nutzen sollte das insbesondere derjenige, der bereits jetzt Probleme damit hat, all seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen.
Wachsen einem die Kosten bereits über den Kopf, sollte man dringend eine Schuldnerberatung aufsuchen. Der Internetauftritt des Dachverbands „Schuldenberatung Schweiz“ heisst „Schulden.ch“. Die Seite präsentiert 38 Fachstellen beziehungsweise Organisationen (Stand 2014), die nach den Statuten der Schuldnerberatung Schweiz handeln. In ihnen heisst es in Artikel 2 unter anderem: „Schuldenberatung Schweiz setzt sich für die Unterstützung und professionelle Begleitung aller überschuldeten Personen ein, ungeachtet ihrer Finanzkraft, ihres Alters, Geschlechts oder ihrer Herkunft.“
Wer frühzeitig merkt, dass er mit Geld nicht gut umgehen kann, was dann eventuell in Zukunft zu einer Überschuldung führt, bekommt teils ebenfalls bei Schuldnerberatungen Hilfe, da viele Beratungsbüros auch präventiv arbeiten. So organisieren beispielsweise manche eine Schuldenprävention an Schulen sowie Kurse mit Themen wie „Umgang mit Geld“.
Link zum Text: Wirkt Schuldenprävention?