Sonnenstoren durch Wind beschädigt - Welche Versicherung zahlt?

Veröffentlicht am 07.05.2015.

Sonnenstoren, die etwa durch Wind beschädigt werden, sind nicht in jedem Fall durch die Gebäudeversicherung abgesichert. Darauf hat jüngst der Versicherer Helvetia in seinem Blog hingewiesen. Besitzer von Sonnenstoren sollten daher einerseits darauf achten, die Sonnenstoren bei aufkommendem Wind einzufahren oder einfahren zu lassen, was teils auch über Automatiksysteme funktioniert. Andererseits sollten sie prüfen, ob sie bei Windschäden an Sonnenstoren versichert sind und falls nicht, wie sie sich gegebenenfalls passend versichern könnten.

Die Sache mit dem Wind und den Sonnenstoren

"Sind die Sonnenstoren in der Eigentumswohnung gegen Sturmschäden versichert?" lautete die Frage, die ein Versicherter an die Helvetia gestellt hat und die im Blog von Roland Bösch, dem Leiter Privatkundenversicherungen der Helvetia Versicherungen St. Gallen, beantwortet wurde. Sturmschäden gehören zu den Elementarschäden, schreibt er im Blog. Allerdings gelten erst Windgeschwindigkeiten ab 75 km/h als Sturm. Deshalb greifen Versicherungen auch nur, wenn Schäden durch Wind mit solch einer Geschwindigkeit verursacht wurde.
Nicht bei jeder kantonalen Gebäudeversicherung oder Gebäudeversicherung durch private Versicherer zählen Sonnenstoren zu den versicherten Gebäudeteilen, heisst es im Helvetia Blog. Im Zweifelsfall sollte man deshalb prüfen, ob ein Versicherungsschutz gegeben ist oder nicht. Falls nicht, ist für Hausbesitzer eventuell eine Extraabsicherung über eine Helvetia-Zusatzversicherung möglich. Besitzer einer Eigentumswohnung haben jedoch schlechtere Karten, weil in der Regel mehrere Eigentümer einem zusätzlichen Versicherungsschutz, der auch mit Zusatzkosten verbunden ist, zustimmen müssen. Helvetia weist jedoch darauf hin, dass auch "Sonderlösung über die Hausratversicherung“ möglich sind, um Sonnenstoren gegen Sturmschäden zu versichern.

Am besten: vorbeugen!

Das gilt natürlich auch bei Sonnenstoren. Am besten fährt man Sonnenstoren deshalb immer ein, wenn der Wind auffrischt oder wenn Regen einmal stärker wird. Um die Sicherheit noch steigern, gibt man eventuell auch etwas mehr für seine Sonnenstoren aus und entscheidet sich für Automatiksysteme. Bei ihnen registrieren Sensoren beispielsweise aufkommenden Wind und sorgen dann automatisch dafür, dass der Sonnenschutz rechtzeitig eingefahren wird, auch wenn man selbst gar nicht Zuhause ist. Der beste Schutz sorgt dafür, dass Schaden gar nicht erst entsteht. Die passende Versicherung kann jedoch auch nicht schaden, falls es TROTZ aller Vorsicht einmal zu Schäden kommt.

Link zum Text: Warndienst Wetteralarm