SWICA: Einnahmen-Plus und zwei Sonderfaktoren beim Ergebnis

Veröffentlicht am 28.04.2015.

Die SWICA Gesundheitsorganisation hat ihre Prämieneinnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr in den drei Segmenten Krankenversicherung KVG, Krankenversicherung VVG und Unfallversicherung um insgesamt 3,8% auf etwa 3,59 Milliarden Franken gesteigert. Dieser Steigerung steht ein Anstieg der Versicherungsleistungen um 4,1% auf 3,134 Millionen Franken gegenüber. Der Versichertenbestand nahm bei SWICA ebenfalls zu und stieg durch ein Plus um 1,8% auf 1.283.091 Versicherte.
Trotz eines verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses gab es beim Unternehmensergebnis aufgrund von zwei Sonderfaktoren jedoch ein kräftiges Minus. In der Rückschau sieht SWICA auf Basis der präsentierten Unternehmenszahlen eine ungebrochene Nachfrage nach Managed-Care-Modellen sowie bei Unternehmenskunden einen Trend zu Full-Service-Angeboten.

Kein einheitliches Bild beim Unternehmensergebnis

Beim Ergebnis der Krankenkasse zeigt sich ein unterschiedliches Bild. So führte ein überdurchschnittlicher Leistungsbezug beim Taggeld im Segment Krankenversicherung VVG zu einem leicht negativen versicherungstechnischen Ergebnis. Insgesamt kam es beim versicherungstechnischen Ergebnis jedoch zu einem deutlichen Plus von 12 Millionen auf 65,7 Millionen Franken. Die SWICA selbst sieht eine Hauptursache dieses Anstiegs in einer tieferen Belastung durch den Risikoausgleich. Die SWICA-Gruppe erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Combined-Ratio von 99,3%. Die Combined-Ratio der Grundversicherung lag bei 98,4%.
Das gesamte Unternehmensergebnis sank deutlich: Während es 2013 noch bei knapp 27,07 Millionen Franken gelegen hat, verringerte es sich 2014 um 89,55% auf nur noch etwa 2, 84 Millionen Franken. SWICA macht dafür einerseits eine Anpassung der Steuerpraxis verantwortlich, die zu einem ausserordentlichen Aufwand von 37,2 Millionen Franken geführt hat. Andererseits sind Rückstellungen in Höhe von 22,4 Millionen Franken für die Umsetzung der rückwirkenden Prämienkorrektur für die Jahre 1996 bis 2013 ein Grund für das schlechtere Ergebnis.

Zusatzversicherungen gewinnen weiter an Beliebtheit

Mittlerweile liegt der Anteil der SWICA Versicherten, die mindestens eine Zusatzversicherung besitzen, bei über 86%. Laut SWICA liegt die Gesamtzahl der versicherten Privatpersonen mit mindestens einem Versicherungsprodukt mittlerweile bei 751.927. Zu diesen versicherten SWICA Privatpersonen kommen noch rund 530 000 Arbeitnehmende hinzu, die über eine Krankentaggeld- und/oder Unfallversicherung ihres Arbeitgebers bei SWICA versichert sind. So ergeben sich als Gesamtzahl 1.283.091 Versicherte.
Bei den SWICA Grundversicherungen gewann das Managed-Care-Modell (FAVORIT) nochmals an Beliebtheit. Mittlerweile liegt der Anteil der Grundversicherten mit diesem Modell nach einer abermaligen Steigerung bei 82%. Bei den Zusatzversicherungen nennt SWICA explizit das BENEVITA Bonusprogramm und die Spitalversicherung HOSPITA FLEX mit maximaler Wahlfreiheit als Versicherungen mit einer regen Nachfrage. Im Bereich der Unternehmensversicherungen gab es einen Anstieg um 0,6% bei den Unternehmen, die eine Krankentaggeld- und/oder Wechsel, schreibt SWICA selbst.