Swimmingpool und Gartenteich – sicher und versichert!

Veröffentlicht am 03.07.2013.

Das Jahr 2013 hat bisher in vielen Regionen der Schweiz eher nicht zum Schwimmen und Baden eingeladen, aber der Sommer hat ja auch gerade erst angefangen. Und sollte er mit passenden Temperaturen aufwarten, die man sich normalerweise beim Wort „Sommer“ vorstellt, werden auch Leute mit privatem Swimmingpool im eigenen Garten zufrieden sein. Die eigene Pool- und Grillparty mit brutzelndem Fleisch und Gemüse auf dem Grill und ein paar Runden im kühlen Nass kann etwas Herrliches sein. Das Leben ist schön. Im Sommer ist es wunderschön. Ein eigener Swimmingpool im Garten ist allerdings auch etwas, auf das man ein bisschen achtgeben muss. Manch ein Mensch – insbesondere ein Kind – bringt sich ansonsten schnell in Gefahr und ertrinkt im schlimmsten Fall auch im Pool. Wie man Pool, Schwimmteich und andere Kleingewässer im Garten sichert und Gefahren reduziert, erfährt man beispielsweise in einer kostenlosen Fachdokumentation der Beratungsstelle für Unfallverhütung (buv). Wie man einen Swimmingpool VERsichert, verraten unter anderem der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) und der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV).
Sichern Sie bitte Ihren Pool oder Teich!
Auch kleine Kinder bis zu einem Alter von vier Jahren lieben Wasser, werden vielleicht angezogen vom Swimmingpool im Garten oder vom Gartenteich, der als Biotop zahlreichen Arten von Leben eine Heimat bietet. Gerade bei ihnen ist aber besondere Vorsicht geboten, weil selbst Teiche mit niedrigem Wasserstand für Kleinkinder bisweilen eine Gefahr darstellen, da sie ihren Kopf oft noch nicht alleine heben können und ihr Gesicht deshalb möglicherweise nicht selbstständig über die Wasseroberfläche bekommen, wenn sie mit dem Gesicht zuerst ins Wasser fallen. Auch bei älteren Kindern bestehen noch Gefahren, die man nicht geringschätzen sollte. Das alles muss und sollte nicht zu extremer Angst der Eltern führen, sondern einfach zu einem bisschen Vorsicht. Unfällen durch Swimmingpools, Bade- und Zierteichen kann man natürlich einerseits vorbeugen, indem man möglichst gut auf seine Kinder achtet. Andererseits gibt es auch bauliche Massnahmen, die die Gefahr von Unfällen teils deutlich reduzieren.
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät auf ihrer Internetseite bei Wasser-Biotopen zu Massnahmen wie eine Sicherung durch „Seichtwasserzonen, Gitter oder Zäune“, wobei klar sein muss (wie oben geschildert): Seichtwasserzonen sind ein Schutz für ältere, nicht jedoch für Kleinkinder. Zahlreiche weitere Tipps rund ums sichere Gewässer im eigenen Garten gibt die Fachdokumentation Gewässer der „bfu“. Die Bandbreite der Ratschläge reicht hier von allgemeinen Gestaltungs- und Sicherheitsprinzipien beim Neubau von Gewässern wie einem Weiher bis hin zu konkreten Tipps für bauliche und andere Massnahmen, um Swimmingpool und Badeteich möglichst sicher zu bekommen. Zu den allgemeinen Massnahmen gehört es etwa, Weiher nur an gut einsehbaren Stellen und mit einer mindestens einen Meter breiten Flachwasserzone anzulegen, wobei das Wasser in dieser Zone maximal 20 Zentimeter tief ist. Bei Swimmingpools weist die bfu auf ein gesteigertes Gefährdungspotenzial aufgrund oftmals steiler Randpartien hin, weshalb man Kleinkinder hier keine Sekunde lang aus den Augen verlieren sollte. Besonderes Augenmerk gilt der Schwimmbad-Abdeckung. Sie muss solide sein und darf sich nicht durch Kinder zurückschieben lassen, wenn sie geschlossen ist.
Wie versichert man einen Pool?
Als Besitzer eines privaten Swimmingpools, Zier- oder Gartenteichs trägt man besondere Verantwortung. Darauf weist der Hauseigentümerverband Schweiz hin und spricht von einer Werkeigentümerhaftung als besonders strenger Haftung, der die Pool- und Teichbesitzer unterliegen. Konkret bedeutet das etwa, dass sie oft auch dann haftbar gemacht werden können, wenn ihnen in der konkreten Unfallsituation kein Vorwurf zu machen ist, ihr Teich oder Pool aber Mängel aufweist, die den Unfall begünstigt oder verursacht haben. „In der Regel haftet der Werkeigentümer nur dann nicht, wenn er nachweisen kann, dass er beim Unterhalt und bei der Erstellung alle objektiv erforderlichen und zumutbaren Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat“, schreibt der HEV Schweiz.
„Haftungsfälle sollten bei Einfamilienhausbesitzern über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt sein, berichtet der HEV weiter. Seine Aussage deckt sich hier mit der des SVV, der Versicherten allerdings auch dazu rät, sich den Versicherungsschutz durch den Versicherungsberater bestätigen zu lassen. Beim Versicherungsschutz für Gemeinschaftspools von Wohnsiedlungen sowie Quartieren mit Reihenhäusern wird wiederum der HEV zum Ratgeber. Er verweist darauf, dass Hagel- und Sturmschäden an solch einem Pool nicht über die normale Gebäudeversicherung abgedeckt werden. Hier sind passende Zusätze nötig. In jedem Fall gilt wohl: Man sollte sich beraten lassen. Kommt dann noch etwas Vorsicht dazu, die man walten lässt, hat man die richtige Mischung, um Pool oder Teich sorgenfrei zu geniessen.