Tiergesundheit: Pyometra? Operieren bitte!

Veröffentlicht am 09.06.2014.

Pyometra gehört insbesondere bei älteren unkastrierten Hündinnen zu den häufigeren gesundheitlichen Problemen. Der Fachbegriff „Pyometra“ steht für eine Entzündung der Gebärmutter. Das Risiko, dass eine Pyometra bei der Hündin auftritt, ist gegen Ende beziehungsweise einige Wochen nach der Läufigkeit am grössten. Durch die Gebärmutter-Vereiterung kann eine Operation notwendig werden, bei der der Arzt den Uterus und die Eierstöcke des Tieres entfernt. In solch einem Fall ist es gut, eine passende Tierversicherung abgeschlossen zu haben, die sich an den Operationskosten beteiligt.
Pyometra: Ursachen und Behandlung
Die eitrige Gebärmutterentzündung entsteht durch Bakterien, die durch Muttermund und Gebärmutterhals in die Gebärmutter der Hündin eindringen, wo sie eine Entzündung verursachen. Das kann insbesondere bei einem wegen Läufigkeit noch geöffneten Muttermund geschehen. Zudem scheinen bestimmte Zysten die Entstehung eitriger Gebärmutterentzündungen zu begünstigen. Bei der Pyometra unterscheidet man die offene und die geschlossene Variante. Bei der offenen eitrigen Gebärmutterentzündung kann der Eiter aus dem noch geöffneten Muttermund abfliessen. Dagegen ist der Muttermund bei der geschlossenen Variante nicht mehr geöffnet. Der Eiter sammelt sich im Uterus, wodurch sie sich häufig schmerzhaft vergrössert.
Da die Bakterien in der Gebärmutter Gifte bilden, kann es durch die Pyometra ohne Behandlung zu grösseren Schädigungen kommen, an denen das Tier stirbt. Erkennbar ist die offene Pyometra häufig am bereits erwähnten eitrigen Ausfluss aus dem Muttermund. Bei der geschlossenen Variante ist es dagegen schwieriger, erst einmal überhaupt zu vermuten, dass eine Pyometra Ursache gesundheitlicher Probleme einer Hündin sein könnte. Grosser Durst, Müdigkeit, Brechreiz und Hecheln sind Symptome, die auf eine Pyometra hindeuten können. Um die Entzündung zu diagnostizieren, kann der Tierarzt beispielsweise eine Blutanalyse durchführen sowie Röntgen und/oder Ultraschall einsetzen. Bei leichteren Fällen einer offenen Pyometra reicht bisweilen eine Medikamententherapie aus, um den Hund zu heilen. Bei anderen Varianten ist allerdings meistens eine Kastration nötig.
Tierversicherung finanziert einen Teil der OP
Wird eine Operation nötig, leistet eine Tierversicherung wertvolle Dienste, weil sie oftmals den grössten Teil der Kosten übernimmt. Beispiel für solch eine Versicherung ist die Tierkrankenversicherung PetCare des Versicherers Helvetia. Auch in der Basisschutzvariante übernimmt Helvetia 80% der Behandlungskosten. Darüber hinaus erstattet der Versicherer – falls nötig – Kosten für Unterkunft und Verpflegung des Hundes und das über einen Zeitraum von bis zu 15 Tagen.