Umzug: Haftet die Versicherung für Mieterschäden?

Veröffentlicht am 24.11.2014.

Der Umzug in ein neues Heim ist immer mit viel Aufwand verbunden. Angefangen bei der Nachmieter-Suche, über das Packen von Kisten bis zum Einrichten am neuen Ort. Auch verschiedene administrative Tätigkeiten wie das An- und Abmelden auf den Gemeinden oder Adressänderungen fallen an. Ein wichtiger Punkt sollte dabei nicht vergessen werden: Versicherungsfragen, die in Zusammenhang mit einem Umzug auftauchen können wie beispielsweise wer für Schäden in der Mietwohnung haftet. 
Ordentliche und ausserordentliche Abnützung
Gerade wenn man längere Zeit in einer Wohnung oder in einem Haus gewohnt hat, können gewisse Schäden am Mietobjekt entstehen. Hier wird grundsätzlich zwischen "ordentlicher" und "ausserordentlicher Abnützung" unterschieden. „Als ordentliche Abnützung bezeichnet man Veränderungen, die bei einem normalen, sorgfältigen Gebrauch entstehen. Es sind dies z. B. vergilbte Tapeten, Abnützungsspuren an Wänden und Böden usw.“ heisst es auf homegate.ch. Solche Schäden sind bereits im Mietzins eingerechnet und der Mieter muss folglich dafür nicht haften. Als Orientierung können so genannte Lebensdauertabellen verwendet werden. Darin ist festgehalten, wie viele Jahre die normale Lebensdauer bestimmter Wohnungsinstallationen beträgt. Handelt es sich bei den Schäden jedoch um solche, die sich ausserhalb der normalen Abnützung gemäss der Lebensdauertabelle befinden, muss der Mieter dafür aufkommen. Laut homegate.ch muss der Mieter jedoch nicht die Erstbeschaffung eines Objekts oder einer Installation bezahlen, sondern lediglich den Zeitwert.
Ein Muss: Die Privathaftpflichversicherung
Für solche Fälle ist es von entscheidendem Vorteil, eine Privathaftpflichtversicherung zu besitzen. Diese kommt nämlich für bestimmte Mängel auf. Dazu gehören Schäden, die durch Fahrlässig oder aus mangelnder Sorgfalt des Mieters verursacht wurden, wie beispielsweise tiefe Risse im Parkettboden, ein Sprung im Lavabo oder bemalte Tapeten. So genannte Allmählichkeitsschäden werden hingegen nicht übernommen, wie es auf beobachter.ch heisst. Darunter fallen Schäden, die über einen längeren Zeitraum hinweg entstanden sind. In diese Kategorie fallen zum Beispiel vergilbte Wände, die durch das Rauchen entstanden sind oder Schimmel an den Wänden, der sich mit der Zeit dadurch entwickelt hat, dass zu wenig gelüftet wurde. Ebensowenig sind Schäden gedeckt, die absichtlich verursacht wurden oder durch Grobfahrlässigkeit entstanden sind. Ein Brandschaden im Schlafzimmer, der durch Rauchen im Bett verursacht wurde, gehört beispielsweise dazu.
Grundsätzlich sollten solche Schäden der Offerten eingeholt werden, damit man die verschiedenen Möglichkeiten vergleichen kann.