Unternehmen fürchten Naturkatastrophen und Cyberkriminalität

Veröffentlicht am 21.01.2014.

Naturkatastrophen sind nach wie vor eine der grössten Bedrohungen, welchen Unternehmen ausgesetzt sind. Auch Betriebsunterbrüche und deren Auswirkungen auf die Lieferkette und Reputationsverlust in Zusammenhang mit Cyberkriminalität, gehören zu den wichtigsten Risiken, mit denen sich Unternehmen Anfang 2014 befassen müssen. Dies ist das Ergebnis des neuen Allianz Risk Barometers, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Befragt wurden mehr als 400 Experten im Bereich Unternehmensversicherung, unter anderem auch aus der Schweiz.
Kombinierte Risiken und neue Bedrohungen
Geschäftsrisiken werden immer komplexer. Technische, wirtschaftliche und regulatorische Risiken bestehen nicht mehr nur alleine, sondern treten vermehrt in Kombination auf. Darauf muss mit stärkeren internen Kontrollen und einem hollistischen Risikomanagement reagiert werden, wie die Allianz schreibt. 2014 wächst aber nicht nur die Bedrohung durch kombinierte Risiken, sondern auch neue Bedrohungen kommen hinzu, wie Axel Theis, CEO der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) erklärt: „Verzahnte Risiken und deren Auswirkungen zu identifizieren hat für Risikomanager oberste Priorität. Heutzutage müssen Business-Continuity-Pläne immer mehr Risikoszenarien berücksichtigen, aber auch Folgewirkungen, die nicht immer offensichtlich sind. Eine Naturkatastrophe kann beispielsweise zu Betriebsunterbrüchen, Systemversagen, Stromausfällen und einer ganzen Reihe anderer Bedrohungen führen.“
Unternehmen müssen sich mehr denn je mit Cyber- und Reputationsschäden beschäftigen
Im Risk Barometer befindet sich die Cyberkriminalität auf Platz 8 (letztes Jahr Platz 15). Laut Allianz Experten ist das Risikobewusstsein 2014 für Cyberkriminalität und Reputationsverlust am höchsten. Auch der Bundesrat ist sich dieser Bedrohung bewusst. Aus diesem Grund beteiligt sich die Schweiz seit 2012 im Rahmen der Europaratskonvention über die Cyberkriminalität an der verstärkten internationalen Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität. Die Konvention besteht aus drei Teilen: Einem ersten Teil mit materiellen Strafbestimmungen, einem zweiten Teil, welcher Regelungen zum Strafverfahren enthält und einem dritten Teil, der die internationale Rechtshilfe und Zusammenarbeit der Vertragsstaaten regelt, wie br-news.ch zu entnehmen ist.
Top-Risiken: Betriebs- und Lieferkettenunterbrüche und Naturkatastrophen
Zu den zwei Top-Risiken gemäss dem Risk Barometer gehören aber Betriebs- und Lieferkettenunterbrüche und Naturkatastrophen. Gemäss Pressemitteilung der Allianz verursachen Betriebs- und Lieferkettenunterbrüche rund 50-70 Prozent aller versicherter Schäden im Sachgeschäft und belaufen sich, basierend auf Daten aus dem Jahr 2013, auf 26 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Noch höher belaufen sich die Schäden aus Naturkatastrophen. Gemäss des Rückversicherers Swiss Re beliefen sich die versicherten Schäden im Jahr 2013 auf rund 38 Milliarden US-Dollar.
Platz 3: Unvorhersehbare Gesetzesänderungen in Export- oder Produktionsmärkten
Auf Platz drei liegen neben den Cyberrisiken unvorhersehbare Gesetzesänderungen in Export- oder Produktionsmärkten. Diese machen vor allem den international tätigen Schweizer KMUs zu schaffen. Bruno Spicher, Leiter Sach und Unternehmensversicherung bei der Allianz Suisse erklärt: „Speziell für international tätige Schweizer KMUs werden die Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld grösser. Immer komplexer werdende Regelungen und manchmal rasche Gesetzesänderungen im Ausland können sich da schnell negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Es erstaunt daher nicht, dass dieses Risiko entsprechend hoch eingeschätzt wird.“
Die richtige Versicherung ist das A und O
Seien es Risiken, welche aufgrund von Naturkatastrophen, Betriebs- und Lieferkettenunterbrüche oder sich ändernden Gesetzesänderungen ergeben, eine entscheidende Rolle spielt dabei die richtige Versicherung, um die Kosten und Umtriebe in einem Schadensfall so gering wie möglich zu halten. Am einfachsten kann eine passende Geschäftsversicherung durch eine kostenlose und unverbindliche Offerte herausgefunden werden.