Wetteralarm: Neuer Warndienst von Nationale Suisse

Veröffentlicht am 06.11.2013.

Wetteralarm ist ein Angebot des Versicherers Nationale Suisse in Kooperation mit den Kantonalen Gebäudeversicherungen und SF Meteo. Der via App, SMS, E-Mail oder Fax kommunizierende Wetteralarm warnt Nutzer kostenlos vor aufkommenden Unwettern in der Schweiz. Das gibt denen die Möglichkeit, sich und ihre Immobilie rechtzeitig aufs Unwetter vorzubereiten. Und das ist gut so: Die Schweiz ist zwar kein Land, in dem Sonnentage mit eher lauem Wind so selten sind wie Palmen in der Arktis. Aber bisweilen kann es schon ganz schön windig werden: Der Windrekord im Schweizer Flachland liegt bei etwas unter 200 km/h. Und auch Regen kommt bisweilen in weit überdurchschnittlichem Mass vom Himmel, was dann schnell auch einmal zu Schäden führen kann, wenn man nicht aufpasst.
Wetteralarm – gelungene Unwetter-Prävention
Wetteralarm ist offizieller Unwetterwarndienst der Schweiz und liefert die verbreitungspflichtigen Warnungen des Bundes vor Naturereignissen und das gezielt für die Region des jeweiligen Nutzers. Als Zielgruppe des Angebots sieht Nationale Suisse beispielsweise Gebäudeeigentümer, Verkehrsteilnehmer und Alpinisten, die bei rechtzeitiger Information passende Massnahmen zum Schutz vor Unwetter ergreifen können. Besonders für Alpinisten kann das bisweilen sogar Leben retten. Gebäudebesitzer haben dank Wetteralarm oft ausreichend Zeit, um etwa Storen einzuziehen und Dinge wie Balkonmöbel, Mülltonnen sowie aufgehängte Wäsche in Sicherheit zu bringen. „Vor allem kleinere und dennoch ärgerliche Unwetterschäden könnten bei rechtzeitiger Information vermieden werden“, schreibt Nationale Suisse. Insgesamt gliedert Wetter-Alarm die Schweiz in 172 Regionen, für die gegebenenfalls Warnungen ausgesprochen werden, heisst es auf Wetteralarm.ch.
Gewarnt wird bei Frost, Gewitter & Hagel, grossflächiger Glätte, Regen, Starkschneefall und Wind, wobei bei Warnungen in der Regel drei Stufen unterschieden werden, die abhängig vom Schadenspotenzial des Unwetters sind. So steht Stufe 1 für leichte sowie Stufe 2 für erhöhte Schadensgefahr und Stufe 3 für Gefahr an Leib und Leben. Laut Wetteralarm.ch kommt es in der Schweiz pro Jahr und Region durchschnittlich zu etwa 40 Warnungen der Stufe 1, etwa 20 Warnungen der Stufe 2 und zu zwei bis drei der Stufe 3.
Ein paar Wetterrekorde aus der Schweiz
Das Wetter meint es oftmals gut mit der Schweiz. Meistens bewegt es sich rund um Durchschnittswerte, aber bisweilen gibt es Ausreisser, die teils auch gefährlich werden können. So wurde etwa die höchste Windtemperatur im Schweizer Flachland mit 190 km/h am 15. Juli 1985 im Kanton Glarus gemessen. Der heftige Wind war Teil eines Gewittersturms, schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz). In den Bergen gewinnt Wind noch weiter an Fahrt. Die Rekord-Windgeschwindigkeit wurde hier 1990 während des Sturms „Vivian“ mit 268 km/h am Grand St.Bernard gemessen.
Ein Ort der Regenrekorde in der Schweiz ist Camedo (Gemeinde Centovalli/Tessin). Hier fiel im April 1986 mit 1.239 Millimetern die meiste Menge Regen innerhalb eines Monats auf schweizerischen Boden. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert für Regen pro Jahr liegt in der Schweiz laut MeteoSchweiz bei maximal etwa 2.000 Millimetern (z.B. in den Alpen), während die Jahreswerte im Flachland bei 1.000 bis 1.500 Millimetern liegen. Camedo hält auch den Regenrekord des Schweizer Orts mit dem meisten Regen an einem Tag (455 mm) sowie an drei Tagen (768 mm). Der im Durchschnitt nasseste Ort der Schweiz ist übrigens der etwa 2.500 Meter hohe Säntis, der auf einen mittleren Regenjahreswert (1981 bis 2010) von 2837 mm kommt. Der Säntis hält auch den Rekord des Schweizer Ortes, in dem innerhalb eines Jahres bisher der meiste Regen gefallen ist: 4.173 mm im Jahr 1922.
Link zum Text: wetteralarm.ch