Wildunfall: Das Risiko variiert von Kanton zu Kanton!

Veröffentlicht am 06.11.2015.

Im Kanton Jura ist das Risiko eines Wildunfalls neunmal höher als im Kanton Genf. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Versicherers AXA Winterthur. Sie zeigt deutlich: Sich gegen Wildunfälle zu versichern, ist in einigen Teilen der Schweiz wichtiger als in anderen. AXA Winterthur nennt noch weitere Zahlen zu Schweizer Wildunfällen und gibt zudem Verhaltenstipps für AutofahrerInnen zur Vermeidung solcher Unfälle.
Wildunfälle in der Schweiz: ein paar Zahlen

7900 Rehe, 450 Rothirsche und 400 Wildschweine wurden 2014 im Schweizer Strassenverkehr getötet, zitiert AXA Winterthur aus der Eidgenössischen Jagdstatistik. Zudem kamen laut Bundesamt für Statistik 2014 insgesamt rund 90 Menschen bei Tierunfällen ums Leben, berichtet der Versicherer weiter. Er selbst hat 2014 rund 3000 Meldungen von Unfällen mit Tieren bearbeitet. Wie unterschiedlich hoch allerdings das Risiko eines Wildunfalls in den einzelnen Kantonen ist, zeigt nicht alleine der Vergleich der Kantone Jura und Genf. Auch im Kanton Graubünden ist das Risiko eines Wildunfalls immerhin fünfmal höher als im Kanton Genf und doppelt so hoch wie im Kanton Zürich, während Autofahrer im Kanton Jura etwa viermal gefährdeter sind als in Zürich.

Achtsam fahren und bei Dunkelheit Scheinwerfer an

AXA Winterthur empfiehlt AutofahrerInnen Verkehrsschilder mit Hinweisen auf Wildwechsel ernst zu nehmen und auf Landstrassen sowie in Waldgebieten besonders achtsam zu sein. Das bedeutet: Langsamer fahren, Sicherheitsabstände vergrössern und den Feld- beziehungsweise Waldrand im Blick halten. Man sollte zudem frühzeitig die Scheinwerfer einschalten, um Wildtiere möglichst frühzeitig zu sehen, bei einem auftauchenden Wildtier sofort bremsen, abblenden und hupen, falls das Tier sich nicht entfernt. Darüber hinaus sollte man stets auf den nachfolgenden Verkehr achtgeben. Wichtig ist auch: Wo ein Wildtier auftaucht, sind oft noch mehr.

Ist es zu einer Kollision gekommen, sollte man sofort anhalten und die Unfallstelle mit Warnblinker und Pannendreieck sichern. Anschliessend muss man die Polizei anrufen, da es gesetzlich geregelte Pflicht in der Schweiz ist, einen Wildunfall zu melden. AXA Winterthur warnt davor, sich dem möglicherweise verletzten angefahrenen Tier zu nähern, und weist darauf hin, dass Sachschäden am Fahrzeug aufgrund eines Wildunfalls versichert sind, wenn eine Teil- oder Vollkaskoversicherung vorhanden und der Unfall von der Polizei protokolliert worden ist.