Wirtschaftskriminalität: Zurich - Versicherung bietet Schutz

Veröffentlicht am 24.07.2012.

Insgesamt 69 Fälle von Wirtschaftskriminalität wurden laut des „Forensic Fraud Barometers“ von KPMG 2011 vor Schweizer Gerichten verhandelt. Für jemanden, der sich nicht intensiv mit Wirtschaftskriminalität beschäftigt, klingt das erst einmal nach nicht vielen Fällen, auch wenn ihre Zahl im Vergleich zu 2010 (52 Fälle) um  33% angestiegen ist. Die finanzielle Schadenssumme durch Wirtschaftskriminalität in der Schweiz wirkt dagegen auch auf Nicht-Experten eindrucksvoll: Sie lag 2011 bei 519,6 Millionen Franken und damit um 42% höher als 2010 (365,1 Millionen Franken). Den betroffenen kommerziellen Unternehmen entstand dabei jeweils ein Schaden von durchschnittlich 3,5 Millionen Franken. Das ist nicht wenig und kann für ein Unternehmen schnell zu Problemen führen. Unternehmer sollten sich deshalb überlegen, ob sie sich nicht gegen Schäden aus Wirtschaftskriminalität versichern. Möglich ist das beispielsweise durch die Vertrauensschadenversicherung der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG.
Wann greift die Vertrauensschaden-Versicherung?
Der Versicherer nennt als Beispiele für Vermögensschäden von Unternehmen, bei denen die Vertrauensschaden-Versicherung greift, Unterschlagung, Betrug und Computerkriminalität. Versicherungsschutz besteht laut Zurich auch bei „Schadenersatzpflicht aus Aufsicht und Verwahrung von Sachen Dritter“, bei Computerstraftaten oder Fälschungen durch Dritte. Der Versicherer kommt im Schadensfall für den Schaden auf. Kosten übernimmt er beispielsweise auch bei notwendig werdenden Datenrekonstruktionen, externen Ermittlungen und Strafverfolgung. Versichert ist dabei nicht alleine das Unternehmen, das als Versicherungsnehmer auftritt, sondern auch seine Tochterunternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein.
Ausschlüsse und Vorgaben
Wie bei allen anderen Versicherungen ist bei der Zurich Vertrauensschadenversicherung ein Blick auf Ausschlüsse wichtig, also auf Situationen, in denen der Versicherer laut Allgemeiner Versicherungsbedingungen nicht zahlt.
So wird die Zürich Versicherungs-Gesellschaft die Zahlung verweigern, wenn der Vermögensschaden durch Angestellte verursacht wurde, die bereits strafbare Handlungen begangen haben, von denen das versicherte Unternehmen gewusst hat.
Ebenfalls nicht übernommen werden Vermögenssschäden, die von Organen und/oder Teilhabern des Unternehmens verursacht wurden, die über 15% der Stimmrechte beim versicherten Unternehmen haben.
Ausgeschlossen aus dem Versicherungsschutz sind unter anderem auch „entgangene Gewinne, Zinsen und/oder andere Einnahmen“ sowie „Konventionalstrafen oder andere Vertragsstrafen“.
Es gibt noch weitere Ausschlüsse. Das macht die Vertrauensschaden-Versicherung natürlich nicht zwangsläufig zu einer schlechten Versicherung. Aber man sollte stets wissen, welche Ausschlüsse existieren und die Versicherung gegebenenfalls mit anderen Angeboten anderer Versicherer vergleichen, die ähnlichen Schutz bieten. Der Blick auf die Ausschlüsse ist dabei oftmals ebenso wichtig wie der auf die Leistungen.
Quellen:
http://www.zurich.ch/site/de/com/sme/financiallines/vertrauensschaden.html
http://www.zurich.ch/internet/zurich-ch/SiteCollectionDocuments/site/de/AVB_%20Crime_d.pdf