Zecken: Gefahr für Mensch und Tier

Veröffentlicht am 08.05.2014.

Sobald es wärmer wird, ist man auch wieder mehr in der freien Natur und geniesst das Wetter bei einem gemütlichen Waldspaziergang oder einer Runde Jogging. Gerade der Aufenthalt im Wald birgt ein gewisses Risiko: Die Zecken sind wieder aktiv. Vor allem Borreliose und Hirnhautentzündung (FSME) werden durch Zecken übertragen. Sowohl Menschen als auch Hunde können davor geschützt werden, indem ein paar Präventionsmassnahmen beachtet und bei einem Zeckenbiss richtig handelt wird.
Risiko für Borreliose und HIrnhautentzündung (FSME)
Gemäss dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) erkranken in der Schweiz jährlich etwa 6'000 bis 12'000 Menschen an der so genannten Lyme-Borreliose, welche durch Zecken übertragen wird. Die Erkrankung kann sich zunächst lokal als Hautausschlag äussern, der sich ringförmig um die Einstichstelle ausdehnt und mehrere Wochen bestehen bleibt. Die Hirnhautentzündung oder Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, beginnt oft mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Dabei kann das Virus in einem weiteren Stadium das zentrale Nervensystem befallen und eine Hirnhautentzündung auslösen.
Zecken lass sich nicht von Bäumen fallen!
Zecken kommen in der ganzen Schweiz bis zu einer Höhe von ca. 1500 m über Meer vor. Sie halten sich vor allem an mittelgradig feuchten Stellen in Laub- und Mischwäldern mit üppigem Unterholz (Gräser, Sträucher, Büsche) auf. Sie leben vorwiegend auf niedrig wachsenden Pflanzen. Geht man an einer solchen Pflanze vorbei, lassen sich die Insekten von Menschen oder Tieren abstreifen. Besonders aktiv sind Zecken vor allem in den Monaten März bis Oktober.
Schutz vor Zecken: Ein paar Tipps
Vor Zecken kann man sich einfach durch folgende Präventionsmassnahmen schützen (Quelle: ch.ch):
Gut schliessende Kleidung tragen
Unterholz meiden
Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider verwenden
Nach einem Aufenthalt im Freien: Körper und Kleidung auf Zecken absuchen
Hält man sich oft in der Natur auf, kann es zudem Sinn machen, sich gegen FSME impfen zu lassen. Die Kosten werden von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen.
Nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde stellen Zeckenbisse eine Gefahr dar. Für die Vierbeiner sind verschiedene Produkte erhältlich, die die Tiere vor Zeckenbissen schützen. Dazu gehören Halsbändern, Sprays oder Spot-On-Präparate, die Zeckengift enthalten.
Entdeckt man eine Zecke, gilt es diese sofort und richtig zu entfernen. Dies macht man am besten mit einem Zeckenhacken oder einer Pinzette. Wichtig ist dabei, dass der Blutsauger nicht zerquetsch, sondern möglichst weit vorne am Kopf gegriffen und herausgezogen wird. Besteht nach einem Zeckenbiss aber verdacht auf eine Infektion, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Hunde: Tierversicherung deckt Arztkosten
Arztkonsultationen beim Menschen sind durch die Grundversicherung gedeckt. Anders sieht es beim Hund aus: Dort muss der Hundehalter für den Arztbesuch aufkommen – insofern man keine Versicherung besitzt. Denn es gibt auch Tierversicherungen für Hunde, die gerade in einem solchen Fall sinnvoll sind. So kann man dem Risiko entgehen, dass ein gemütlicher Waldspaziergang plötzlich mit einem hohen finanziellen Aufwand endet.