Zurich Studie: Auswandern? Oder doch lieber nur reisen?

Veröffentlicht am 13.12.2013.

Über 37% aller Schweizer haben bereits einmal eine Auswanderung in ein anderes Land erwogen oder sogar bereits eine Auswanderung realisiert. Das hat eine aktuelle internationale Umfrage der Zurich Insurance Group zum Thema „Emigration“ ergeben. Für die Studie wurde in insgesamt zwölf Ländern eine Stichprobe von jeweils 500 bis 1.000 Einwohnern befragt. Mit dem Ergebnis von 37,2% liegt die Schweiz leicht über dem Durchschnitt aller Länder, der 36,7% erreicht. Deutschland kam in der Studie auf 34,7%, während der Anteil der im Prinzip Ausreisewilligen in Russland mit 63,8% recht hoch liegt.

Zurich Emigrationsstudie – weitere Ergebnisse

Von denjenigen, die in den einzelnen Ländern bereits erwogen haben, auszuwandern, gab jeweils eine Mehrheit an, nicht den Mut zu haben, die Auswanderungspläne tatsächlich umzusetzen. In der Schweiz sagten das etwa 11,3% der Befragten und in Russland sogar 44,2%. Der Hauptgrund, aus dem Schweizer ihr Heimatland verlassen würden, ist Abenteuerlust: Sie wurde von 35% der Befragten genannt. Ins Ausland gehen, weil der geliebte Partner dort lebt, würden 28%. Der am dritthäufigsten von Schweizern genannte Grund für ein mögliches Auswandern ist der Wunsch nach einem einfacheren Leben „mit einem besseren Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben“. In Bezug auf Sicherheit wäre Schweizern im Zielland ihrer Auswanderung politische Stabilität am wichtigsten, gefolgt von einer niedrigen Kriminalitätsrate und hoher Arbeitsplatzsicherheit. Zu den bei Schweizern begehrtesten Auswanderer-Regionen gehören in aufsteigender Reihenfolge Deutschland und Österreich, nordische Länder wie Dänemark, Finnland, Norwegen und Finnland, Nordamerika (USA + Kanada) sowie Australien und Neuseeland. Bei den Gründen derjenigen Schweizer, die noch KEINE Auswanderung erwogen haben, dominiert übrigens der Grund „Nein, ich lebe im besten Land, das ich mir vorstellen kann“ mit 29% Zustimmung. 15,7% der befragten Schweizer antworteten auf die Frage, ob sie bereits einmal eine Auswanderung erwogen haben, mit „Nein, ich fühle mich in meinem Heimatland am sichersten“.

Auswandern? In Ruhe entscheiden!

Bisweilen sind Entscheidungen zur Auswanderung, die weitgehend aus dem Bauch heraus getroffen werden, zwar genau richtig. Wer über eine Auswanderung nachdenkt, sollte die Sache in der Regel aber langsam angehen. Er sollte möglicherweise nicht sofort einen dauerhaften Wechsel ins fremde Land planen, sondern vielleicht erst einmal mit der Option einer Rückkehr ins Ausland ziehen. Wer noch nie im Traumland gewesen ist, in das er auswandern möchte, sollte unter Umständen zumindest einmal mit einem Urlaub beginnen und testen, ob das Traumland hält, was es verspricht.

Möchte man sich während solch eines Urlaubs komplett absichern, eignet sich eine Reiseversicherung wie etwa die der Zurich Insurance Group mit Elementen wie Reiserechtsschutz, Pannenhilfe innerhalb Europas und weltweitem Reiseschutz. So kann man sich, gut abgesichert, Zeit gönnen, um das jeweilige Land erst einmal kennenzulernen. Dabei sollte man sich aber stets bewusst sein, dass Urlaub und Alltagsleben in einem fremden Land zwei verschiedene Sachen sind, wenn man Gedanken an eine Auswanderung hegt. Daher sollte man den Aufenthalt auch für einige Erkundungen nutzen, auf die man vielleicht als reiner Urlauber verzichtet hätte. Wie gut sind Einkaufsmöglichkeiten für den alltäglichen Bedarf? Wie sieht die medizinische Versorgung vor Ort aus? Und auf emotionaler Ebene: Kann man sich vorstellen, dass der Urlaubsort auch nach mehreren Monaten Aufenthalt mit Arbeiten, Einkaufen, Alltag noch attraktiv wirkt? Das sind einige der Fragen, die man sich beantworten sollte. Fallen Antworten positiv aus, wird auch die Auswanderung ein Stück weit mehr zur realistischen Option.