Zurich Versicherung: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Veröffentlicht am 13.02.2015.

Der Versicherungskonzern Zurich zieht Bilanz für das 2014: Der Umsatz konnte zwar gesteigert werden, der Gewinn ist jedoch verglichen mit dem Vorjahr tiefer. Das Ergebnis wurde unter anderem von Veränderungen beeinflusst, die im Rahmen der Strategie 2014 – 2016 vorgenommen worden sind.

Minus beim Gewinn 

Der Verdienst des Konzerns sank letztes Jahr um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beträgt 3,9 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn, den Zurich mit der konzerneigenen Messgrösse BOP (Business Operating Profit) ausweist, liegt mit 4,6 Milliarden Franken ein Prozent tiefer, wie Zurich mitteilte.

Plus beim Umsatz

 

Ein Plus ist dagegen beim Umsatz zu verzeichnen. Dieser stieg um 6 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar. Auch die Combined Ratio, die das Verhältnis von internen Kosten für Schadenleistungen im Verhältnis zu den Prämieneinnahmen ausdrückt, hat sich verbessert. Diese sank um 0,7 Prozentpunkte auf 97,3 Prozent. Im Schadensversicherungsgeschäft betrugen die Bruttoprämien 36,6 Milliarden Dollar und bei den Lebensversicherungen beliefen sich diese auf 31,8 Milliarden, was einem Plus von 18 Prozent entspricht.

 

Die Strategie 2014 – 2014 der Zurich

 

Auf das Ergebnis haben sich auch Veränderungen ausgewirkt, welche die Zurich im Rahmen der Strategie 2014 – 2016 vorgenommen hat. Ein Ziel der Strategie sei es, sich auf diejenigen Märkte zu konzentrieren, in denen der Versicherer bereits Wettbewerbsvorteile besitze, wie es in der „Geschäftsentwicklung 2013“ heisst. Des Weiteren soll der Betriebsgewinn erhöht werden, indem die Komplexität des Unternehmens sowie die operativen Kosten gesenkt werden. So wurde zum Beispiel das russische Retailgeschäft im Umfang von rund 300 Millionen Dollar verkauft. Martin Senn, Konzernchef der Zurich, sagt dazu: „Bei der Umsetzung unserer im Dezember 2013 festgelegten Strategie sind wir gut vorangekommen, mit dem finanziellen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014 können wir aber nicht zufrieden sein“, wie es in der Mitteilung des Versicherers weiter heisst.

Senn ist zwar mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden, dafür aber mit dem Eigenkapital. Dieses stieg Ende Jahr auf 34,7 Milliarden Dollar (2013: 32,5 Milliarden Dollar). Den Aktionären soll eine unverändert hohe Dividende von 17 Franken pro Aktie bezahlt werden.