Costa Concordia, Naturkatastrophen und Kosten der Versicherer

Veröffentlicht am 05.02.2012.

Angesichts des menschlichen Leids, das Naturkatastrophen und Havarien wie die des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia verursachen, rücken finanzielle Fragen wohl erst einmal in den Hintergrund. Und doch müssen auch sie irgendwann einmal gestellt werden, zumindest in der Versicherungsbranche. Welche Kosten muss diese oder jene Versicherung aufgrund schrecklicher Ereignisse irgendwo auf der Welt tragen? Teils recht hohe! Auf „250 Millionen US-Dollar“ schätzt etwa der Zurich Konzern laut Medienberichten die Kosten, die er aufgrund der Überschwemmungen in Thailand und der Erdbeben in Neuseeland tragen muss. Was das Kentern der Costa Concordia den Rückversicherer Swiss Re kosten wird, bleibt indes noch völlig unklar.

Was müssen Zurich und Swiss Re zahlen?

Die Schadenszahlungen, die Zurich wegen der Überschwemmungen im Oktober und November in Thailand zu leisten hat, sollen bei einem Wert zwischen 250 und dreihundert Millionen US-Dollar liegen. Die Erdbeben in Neuseeland kosten den Konzern nach eigenen Angaben nun voraussichtlich achtzig Millionen US-Dollar mehr als zuvor angenommen. Wieder etwas reduziert wurden die Kosten durch die Rückversicherung Global Aggregate Catastrophe Reinsurance Cover, durch die Zurich 130 Millionen US-Dollar gutgeschrieben bekam. Apropos Rückversicherer: Noch unklar bleibt, wie hoch die Kosten sind, die auf die Swiss Re aufgrund des gekenterten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordias zukommen. Die Gesellschaft Munich Re schätzt ihre Kosten auf einen Eurobetrag in zweistelliger Millionenhöhe und Hannover Re glaubt an eigene Kosten in Höhe von dreissig Millionen Euro. Swiss Re wird eigene Zahlen dagegen eventuell erst am 23. Februar veröffentlichen. Stuft die Gesellschaft das Unglück der Costa Concordia als Grossereignis ein, wird sie erst in ihrem nächsten Quartalsbericht mehr verraten.
Quellen:

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/costa-concordia-der-schweiz-wird-noch-gerechnet