Nationale Suisse: Rückzug aus Belgien

Veröffentlicht am 06.02.2015.

Die National Suisse und die Helvetia haben sich letzten Oktober zur Helvetia-Gruppe zusammengeschlossen. Nun zieht sich die National Suisse auch aus dem belgischen Markt zurück. Heute wurde der Verkauf der Tochtergesellschaft in Belgien, sowie zweier Underwriting-Agenturen bekannt gegeben.
Massnahmen sollen mit Sozialplan umgesetzt werden
Die belgische Tochtergesellschaft Nationale Suisse Belgien wird an die Enstar Group verkauft, wie der Versicherer in einer Mitteilung schreibt. Zudem werden zwei Underwriting-Agenturen der Nationale Suisse in eine operative Underwriting-Agentur von Enstar integriert. Die drei nun verkauften Gesellschaften generieren über 70 Prozent des Prämienvolumens von Nationale Suisse in Belgien, heisst es in der Mitteilung weiter. Bereits im Semesterabschluss 2014 gab der Versicherer bekannt, dass „Belgien kein strategischer Markt und deshalb ein gestaffelter Rückzug angedacht sei“. Der Verkauf werde gemäss der Nationale Suisse vollzogen, sobald die zuständigen Behörden dem Eigentümerwechsel zugestimmt hätten. Der Verkaufspreis belaufe sich insgesamt auf EUR 33.7 Millionen. Die im Zuge der Transaktion für Nationale Suisse Belgien notwendig werdenden Restrukturierungsmassnahmen sollen mit einem noch zu vereinbarenden Sozialplan umgesetzt werden.
Reiseversicherung bleibt in Belgien
Nationale Suisse ist international tätig und konzentriert sich ausserhalb der Schweiz vor allem auf ausgewählte Märkte in Europa – über die Tochtergesellschaften in Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Liechtenstein. Ausserdem bestehen Niederlassungen in Malaysia und in Singapur, ebenso wie Repräsentanzen für Lateinamerika und in der Türkei. In Belgien wird die National Suisse nun nur noch mit L‘Européenne, einer auf Kunstversicherungsgeschäft wird sie jedoch weiterhin im belgischen Markt über die Tochtergesellschaft in Liechtenstein zeichnen.
Nach dem Zusammenschluss der beiden Versicherer ist nun geplant, dass die Nationale Suisse vollständig in die Helvetia übergeht.