Unternehmen: Die wichtigsten Ursachen für Schäden

Veröffentlicht am 16.09.2014.

Auch diesen Sommer waren wieder zahlreiche Schweizer Regionen von Überschwemmungen betroffen. Teilweise verursachten Unwetter an nur einem Tag Schäden, die mehrere Millionen Franken betrugen. Ein einzelnes Unwetter kann die Versicherungskosten schnell einmal in die Höhe steigen lassen. Neben Unwetterschäden treiben aber verschiedene weitere Ursachen die Schadenskosten von Versicherungen in die Höhe. In einem neuen Report führt der Industrieversicherer der Allianz, Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS) die Schäden auf, welche die grössten finanziellen Verluste in der Industriebranche verursachen.
Schiffsstrandungen besonders teuer für Versicherer
Im Ranking der Hauptursachen für Schäden nach Gesamtwert (2009 bis 2013, versicherte Schäden über 100.000 Euro) belegen Schiffsststrandungen Platz 1. Dies widerspiegelt die hohen Kosten moderner Schifffahrtsrisiken, wie der AGCS in einer Mitteilung schreibt. Auf Platz 2 folgen Flugzeugunglücke oder Feuer. In diesem Jahr waren bei der AGCS bisher 80 Prozent der gemeldeten Schäden auf eine dieser beiden Ursachen zurückzuführen. Dabei verursachte ein Feuer in einer Raffinerie in Sibirien den grössten Schaden: Die Kosten werden auf 586 Millionen Euro geschätzt. Dieser Industriezweig – die Öl- und Gasindustrie verursachte 2013 auch die grössten Schäden mit 40 Prozent der Gesamtsumme.
Naturkatastrophen sorgen für hohe finanzielle Verluste
Auch Naturkatastrophen machen einen erheblichen Anteil der finanziellen Verluste aus. Auf Platz 4 des AGCS Reports folgen Erdbeben, vor Stürmen und Überschwemmungen. Dies gilt auch für die Schweiz: Hier nehmen Naturkatastrophen immer mehr zu. Das grösste Schadenpotential besitzen dabei aber nicht Überschwemmungen, sondern Erdbeben. Um in einem Schadensfall wenigstens immense Kosten abwenden zu können, sollten Präventions- und Versicherungskonzepte unbedingt diesen Risiken angepasst werden. 
Betriebsunterbrüche: Grösste Bedrohung in der Schweiz
Sachschäden haben aber noch weitere Auswirkungen: Oftmals führen diese zu Betriebsunterbrechungen, die zu zusätzlichen Verlusten führen. Betriebsunterbrechungen haben durch schlanke Lieferketten und globalisierte Produktion an Bedeutung zugenommen. Mittlerweile verursachen diese rund 50-70 Prozent aller versicherter Schäden im Sachgeschäft. Gemäss des diesjährigen Allianz Risk-Barometer gelten Betriebs- und Lieferkettenunterbrüche in der Schweiz wie auch weltweit als grösste Bedrohung für Unternehmen.
Neue Risiken
Neben Betriebsunterbrüchen gehören gemäss des Risk-Barometers auch Reputationsschäden zu den grössten Risiken 2014. Hinzu kommen im Bereich der Schaden-Unfall-Versicherung die zunehmenden Naturkatastrophen und der Klimawandel, die allgemein wachsende Komplexität und Verzahnung von Risiken und die steigende Bedeutung von Cybergefahren als weitere Risikotrends, wie der AGCS weiter schreibt.