Wertsachenversicherung: Wann werden Kosten übernommen?

Veröffentlicht am 28.01.2015.

Wer besonders wertvolle Gegenstände wie etwa teure Musikinstrumente besitzt, sollte sich überlegen, ob für sie nicht eine Wertsachenversicherung infrage kommt. Mit solch einer Versicherung sind Wertgegenstände unter anderem gegen unvorhergesehene Beschädigungen versichert, was den Abschluss der Versicherung bisweilen zu einer sehr guten Sache macht. Allerdings gibt es auch Schäden, die nicht durch sie gedeckt sind. Aber welche? Für die Wertsachenversicherung des Versicherers Helvetia schildert der Versicherer selbst in seinem Blog einige versicherte und nicht versicherte Ereignisse. Noch mehr erfährt man dann beim Blick auf die Versicherungsbedingungen.
Die Frage und die Antwort
Welche Ereignisse sind durch die Versicherung gedeckt, wenn man ein Musikinstrument im Wert von 10.000 Franken bei Helvetia versichert? Diese Frage wurde am 21. Januar 2015 im Helvetia-Blog gestellt und von Nino Calarco, dem Teamleiter Produktemanagement im Helvetia Ressort Privatkunden, beantwortet. Mit einer Wertsachenversicherung des Versicherers sind Wertsachen „gegen jegliche Art von Beschädigung und Zerstörung, die unvorhergesehen und plötzlich durch äussere Ursachen entsteht, versichert“, heisst es im Helvetia-Blog. Darüber hinaus sind die Wertsachen bei Diebstahl, Beraubung, Verlieren und anderweitigem Abhandenkommen geschützt.
Dagegen, so verrät Nino Calarco, sind die Wertsachen nicht versichert, wenn sie abgenutzt werden, wenn Ungeziefer sie beschädigen und wenn sie von Personen gestohlen werden, die mit dem Versicherten in einem Haushalt leben. Wiederum eine gute Nachricht: Mietet man ein teures Musikinstrument und/oder wird einem solch ein Instrument anvertraut, ist es eventuell auch ohne Wertsachenversicherung geschützt. Befindet es sich maximal 365 Tage im Besitz des Versicherten, greift bei Beschädigung bisweilen auch die Privathaftpflichtversicherung, sofern sie frühestens im Oktober 2012 abgeschlossen wurde.
Was die Versicherungsbedingungen noch verraten
Die Versicherung, um die es im Helvetia-Blog geht, heisst mit langem Namen Helvetia Wertsachen-, Instrumente-, Apparate-Versicherung und ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen verraten unteranderem weitere Ausschlüsse. So sind etwa Schmucksachen und Schmuckuhren nicht versichert, wenn jemand sie „aus nicht abgeschlossenen Motorfahrzeugen, Luftfahrzeugen, Wohnwagen, Mobilheimen sowie Segel- und Motorbooten“ entwendet.
Die Summe, die Helvetia im Schadensfall zahlt, entspricht dem „Wiederbeschaffungspreis zur Zeit des Schadens“, sofern sie unterhalb der für die betreffende Sache vereinbarte Versicherungssumme liegt. Einige Sonderkonditionen müssen eingehalten werden, wenn versicherter Schmuck und versicherte Uhren den Gesamtwert von 100.000 Franken übersteigen oder wenn ein Einzelstück mehr als 50.000 Franken wert ist. In jedem sollte man darüber nachdenken: Gegenständen mit besonderem Wert sollte vielleicht auch ein besonderer Schutz zuteil werden.